Im Jahr 2023 kamen in Sachsen-Anhalt durchschnittlich nur noch 20 Apotheken auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner – ein Wert, der den anhaltenden Rückgang der Apothekendichte im Land unterstreicht. Dennoch konnte sich die Branche wirtschaftlich behaupten: Die 437 umsatzsteuerpflichtigen Apotheken mit Hauptsitz in Sachsen-Anhalt erzielten gemeinsam einen steuerbaren Umsatz von rund 2,1 Milliarden Euro. Das sind 68 Millionen Euro beziehungsweise 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Landesamt mitteilte.
Jede einzelne Apotheke erwirtschaftete damit im Schnitt 4,8 Millionen Euro. Besonders erfolgreich wirtschafteten Apotheken im Landkreis Wittenberg mit einem Durchschnittsumsatz von 7,8 Millionen Euro pro Betrieb. Es folgten die Apotheken im Landkreis Stendal mit 6,1 Millionen Euro sowie die Betriebe in Magdeburg (5,6 Millionen Euro) und Halle (Saale) (5,2 Millionen Euro).
Auch beim Anteil am Einzelhandel behaupteten sich die Apotheken deutlich: Mit einem Anteil von 27 Prozent am gesamten Einzelhandelsumsatz des Landes stellen sie weiterhin eine wichtige Säule der Nahversorgung dar.
Die Versorgungslage jedoch bleibt unterschiedlich: Im Schnitt versorgte eine Apotheke 4.990 Menschen. Im ländlich geprägten Landkreis Stendal lag die Quote deutlich höher – hier teilten sich rund 6.447 Einwohnerinnen und Einwohner eine Apotheke. Vergleichsweise engmaschig ist das Netz hingegen in Halle (Saale): Hier kamen lediglich 3.906 Menschen auf eine Apotheke – der niedrigste Wert landesweit.
Auffällig ist die Konzentration der Apothekenstandorte in den großen Städten: Rund ein Viertel aller Apotheken im Land befinden sich in Magdeburg oder Halle (Saale).
One comment on “In Halle kommen knapp 4000 Einwohner auf eine Apotheke”
Schön wäre es wenn der Gewinn pro Apotheke im Artikel Erwähnung fände. So entsteht wieder das unwahre Gerücht Apotheken verdienen jede Menge Geld. Ausserdem erscheint die Dichte enorm hoch was jedoch in einer Stadt mit zunehmend älterer Bevölkerung eher gerade noch haltbar ist. Die Wege zur Apotheke sollten nicht so weit sein. Ungefähr 8 bis 10 Cent pro „verkauftem“ Medikament aud Rezept bleibt bei der Apotheke und die Gewinnspannen auf freiverkäufliche Medikamente sind auch nicht höher als 15 %. Aoptheken wirtschaften zur Zeit an der Belastungsgrenze. Fachgeschäfte mit Akademiker*innen im Verkauf haben sehr hohe Personalkosten und studiert haben sollten die Apotheker*innen ja wohl haben wenn sie uns zu unserer Gesundheit beraten und versorgen, oder etwas nicht mehr?