Halle (Saale). In Sachsen-Anhalt sind im Jahr 2024 insgesamt 104 Patientinnen und Patienten aufgrund einer Virushepatitis stationär in einem Krankenhaus behandelt worden. Hinzu kamen drei weitere Behandlungen wegen einer chronischen Hepatitis, die anderweitig nicht klassifiziert wurde. Darauf weist das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli hin.
Mehr Männer als Frauen betroffen
Von den 104 stationär behandelten Personen mit Virushepatitis waren 66 Männer und 38 Frauen. Die drei Fälle einer chronischen Hepatitis betrafen ausschließlich Frauen.
Die Diagnosen verteilten sich wie folgt:
- 28 Personen wurden wegen einer akuten Virushepatitis A behandelt,
- 16 Personen wegen einer Virushepatitis B,
- 55 Personen aufgrund einer sonstigen akuten Virushepatitis.
Zahl der Behandlungen nahezu unverändert
Im Vergleich zum Jahr 2020 blieb die Zahl der stationären Behandlungen wegen Virushepatitis nahezu konstant. Damals wurden 102 Patientinnen und Patienten mit einer Virushepatitis im Krankenhaus versorgt.
Deutlich rückläufig entwickelte sich dagegen die Zahl der Krankenhausbehandlungen aufgrund einer chronischen Hepatitis. Während im Jahr 2020 noch 15 Fälle registriert wurden, waren es 2024 lediglich drei.
Sechs Todesfälle im Jahr 2024
Nach der Todesursachenstatistik starben im vergangenen Jahr sechs Menschen in Sachsen-Anhalt an den Folgen einer Virushepatitis. Im Jahr 2020 waren es noch zehn Todesfälle.
Die Angaben beruhen auf der Statistik der Diagnosen von Krankenhauspatientinnen und -patienten sowie der Todesursachenstatistik des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.
Der Welt-Hepatitis-Tag wird jährlich am 28. Juli begangen. Er soll auf Virushepatitiden als weltweit bedeutende Infektionskrankheiten aufmerksam machen und über Prävention, Früherkennung und Behandlung informieren.
Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung Nr. 192/2026 vom 27. Juli 2026.