Die anhaltende
Hitzewelle führt zu deutlich höherem Wasserbrauch. Im
Versorgungsgebiet der Halleschen Wasser und Stadtwirtschaft GmbH
(HWS) wird Trinkwasser aus der Rappbodetalsperre im Harz
bereitgestellt. Menge und Qualität des angebotenen Trinkwassers
wird durch die derzeit herrschenden Außentemperaturen nicht
beeinflusst. Im ungewöhnlich heißen und trockenen Maiwetter wird
auch in Halle (Saale) viel mehr Wasser verbraucht als
normalerweise. Dr. Matthias Standfuß, Unternehmensbereichsleiter
Vertrieb und Unternehmensentwicklung der Fernwasserversorgung
Elbaue-Ostharz GmbH entwarnt: „Natürlich können wir als
Vorlieferant die Trinkwasserversorgung der Stadt Halle (Saale)
sicherstellen. Die Ressourcen sind auch bei langanhaltender
Hitzewelle für die gesamte Region Mitteldeutschland ausreichend,
nicht nur für Halle (Saale). Hinzu kommt, dass in den vergangenen
Tagen örtlich deutlich mehr Niederschläge zu verzeichnen waren.“ In
Halle sind die Niederschlag bringenden Gewitter allerdings bislang
ausgeblieben. Der Trinkwasserverbrauch ist mit Beginn der heißen
Temperaturen angestiegen und liegt inzwischen weit über dem
Mittelwert. Der Mittelwert für Trinkwasser der Stadt Halle lag 2017
bei 32.000 m³/Tag. Der Minimalwert lag (1. Januar 2018) bei 28.000
m³/Tag. Der Verbrauch am letzten Freitag, 25. Mai 2018, lag bei
40.680 m³/Tag und war der bisherige Maximalwert 2018. An den drei
darauffolgenden Tagen hat die HWS einen sehr hohen Verbrauch von
40.300 m³/Tag registriert. Weil das Rohrleitungsnetz tief im
Erdboden angeordnet ist, i.d.R. in ein bis zwei Meter Tiefe, haben
hohen Außentemperaturen nur sehr geringfügigen Einfluss auf die
Qualität und die Temperatur des Trinkwassers. Das Leitungswasser in
Halle kann man bedenkenlos genießen. Zum Bewässern des Gartens ist
das erfrischend kühle Nass eigentlich zu schade. Wer extensiv
seinen Garten gießt sollte auf eine saftige Wasserrechnung gefasst
sein.
Wasserversorgung trotz Hitzewelle in Halle gesichert