Mit einem dramatischen 12:11-Sieg nach Strafwurfwerfen verabschiedeten sich die Wasserballer des SV Halle aus der Saison der 2. Liga Ost – und bescherten sich damit das beste Endergebnis der Vereinsgeschichte. In einem nervenaufreibenden Auswärtsspiel gegen den favorisierten Erfurter SSC avancierten Mohammad Lekto und Torwart Fritz Felker zu den Helden des Abends.
Die Hallenser Mannschaft unter Trainer Niklas Ufer hatte sich nach der bitteren Heimniederlage gegen Neukölln viel vorgenommen – und trat von Beginn an fokussiert auf. Routinier Christian Beck glich früh zum 1:1 aus und brachte sein Team noch im ersten Viertel in Führung. Mohammad Lekto erhöhte per Strafwurf auf 5:3. Zur Halbzeit stand es 5:5, beide Teams lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe.
Im dritten Abschnitt erspielten sich die Hallenser durch Treffer von Lekto und Otto Schneider eine knappe 7:5-Führung. Doch Erfurt schlug zurück, glich im Schlussviertel zum 8:8 aus. In der dramatischen Schlussminute verhinderte Kapitän Fritz Felker mit einer Glanzparade das 10:11 – es ging ins Entscheidungswerfen.
Was dann folgte, war ein kleines sportliches Wunder: Felker hielt gleich drei Strafwürfe in Folge, doch auch die Hallenser trafen nur Aluminium. Erst beim zweiten Matchball erlöste Mohammad Lekto sein Team mit dem entscheidenden Treffer. „Das war eine moralische Höchstleistung“, lobte Trainer Ufer. „Heute hat man gesehen, welches Potenzial in uns steckt.“
Mit dem Sieg belegt der SV Halle in der Abschlusstabelle den siebten Rang – so gut wie nie zuvor. Topscorer der Saison ist Edwin Brode mit 29 Treffern, während Torhüter Felker mit 16 gehaltenen Strafwürfen bei 25 Versuchen eine beeindruckende Quote vorweisen kann.