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Wagenknecht schließt Koalition mit AfD in Sachsen-Anhalt nicht grundsätzlich aus und befürwortet Treffen mit Höcke


BSW-Parteigründerin Sahra Wagenknecht kann sich nach der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt grundsätzlich eine Koalition mit der AfD vorstellen – lehnt diese jedoch ab, wenn das Bündnis Sahra Wagenknecht dabei nur den kleineren Partner stellen würde. „Wir wären ja der Juniorpartner der AfD, wir sind dort dann das erste Mal in einem Landtag. Sie können ausschließen, dass wir uns auf so ein Himmelfahrtskommando einlassen würden“, sagte Wagenknecht am Montag in Erfurt.

Zugleich forderte sie ein Umdenken im Umgang mit der AfD. Die Abgrenzung der übrigen Parteien bezeichnete sie als falsch: „Die sogenannte demokratische Mitte ist keine demokratische Mitte, wenn sie gegenüber demokratisch gewählten Parteien undemokratische Umgangsformen pflegt. Und sie hilft der AfD damit.“

Zustimmung äußerte sie zu einem geplanten Treffen zwischen dem Thüringer BSW-Fraktionschef Frank Augsten und dem Vorsitzenden der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Björn Höcke. Es sei richtig, mit allen gewählten Parteien zu sprechen. Eine Gesprächsverweigerung empfinde sie als „Ohrfeige für die Wählerinnen und Wähler“.

Bereits am Wochenende hatte sich Wagenknecht zur politischen Lage in Sachsen-Anhalt geäußert. Sie empfahl der CDU, entweder eine Minderheitsregierung zu bilden oder eine Koalition mit der AfD in Betracht zu ziehen. Die sogenannte Brandmauer nannte sie „eine undemokratische Dummheit, die nur der AfD hilft“. Man hätte die AfD früher einbinden sollen, „als sie noch bei weitem weniger radikal war“. Passiere das weiterhin nicht, drohten künftig Alleinregierungen der AfD im Osten.

„BSW mutiert zum Wegbereiter des Faschismus“

Kritik an Wagenknechts Aussagen kam von der Linken. Der Bundestagsabgeordnete David Schliesing warf der BSW-Chefin vor, sie habe „offenbar ihren politischen und moralischen Kompass völlig verloren“. In seiner Pessemitteilung sagt er: “ Das BSW mutiert zum Wegbereiter des Faschismus“. Dass sie zur „Abrissbirne der eh schon wackligen Brandmauer zur rechtsextremen AfD mutiert“ sei, sei eine „Vollkatastrophe“. Die AfD sei keine konservative, sondern eine rechtsextreme Partei.

3 comments on “Wagenknecht schließt Koalition mit AfD in Sachsen-Anhalt nicht grundsätzlich aus und befürwortet Treffen mit Höcke”

  1. Da bekennt sie endlich mal ihre eigentliche Farbe die Frau Wagenknecht.

  2. David Schliesing: „Das BSW mutiert zum Wegbereiter des Faschismus“.

    Das BSW ist nicht mutiert, sondern genau so (und als Putinpartei) gegründet worden. Ein absolut widerlicher Verein.

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