Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt warnt vor Betrügern, die Anleger mit falschen Werbeanzeigen und hohen Gewinnversprechen in die Schuldenfalle locken
Halle (Saale) – Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt warnt vor einer besonders aggressiven Form des Krypto-Betrugs. Täter werben im Internet mit gefälschten Anzeigen bekannter Banken und locken ihre Opfer mit vermeintlich sicheren Geldanlagen und hohen Gewinnversprechen. In einem aktuellen Fall aus Sachsen-Anhalt wurde ein Rentner dazu gebracht, Kredite über insgesamt 83.000 Euro aufzunehmen.
Der Mann war auf eine Online-Anzeige aufmerksam geworden, die mit dem Logo der Sparkassen warb. Nach seiner Registrierung meldete sich ein angeblicher Finanzberater. Einer ersten Einzahlung von 251 Euro folgten tägliche Telefonate. Mit der Aussicht auf monatliche Gewinne von bis zu 5.000 Euro wurde der Senior schließlich zum Abschluss zweier hoher Kredite gedrängt.
Das Geld floss auf eine betrügerische Handelsplattform. Dort wurde dem Betroffenen später ein angebliches Guthaben von 193.000 Euro angezeigt. Als er eine Auszahlung verlangte, wurde sein Konto jedoch gesperrt. Stattdessen forderten die Täter weitere 8.100 Euro wegen einer angeblichen „Strafe wegen Geldwäsche“.
Die Kredite muss der Rentner dennoch zurückzahlen. Bei einer monatlichen Rente von 2.250 Euro belaufen sich seine Kreditverpflichtungen inzwischen auf rund 1.700 Euro monatlich.
Die Verbraucherzentrale rät dringend davon ab, Kredite für spekulative Geldanlagen wie Kryptowährungen aufzunehmen. Auch bei hohen oder angeblich garantierten Renditen sei äußerste Vorsicht geboten. Wer bereits Geld überwiesen hat, sollte keine weiteren Zahlungen leisten, sämtliche Unterlagen und Kommunikationsverläufe sichern, Anzeige bei der Polizei erstatten und umgehend die eigene Bank kontaktieren.
Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt