Von BAG der Fanprojekte erreichte uns folgende
Pressemitteilung:
Der seit April 2017 bestehende und durch die Stadt Halle in
ihrer Eigenschaft als Träger ausgelöste Konflikt konnte zu keiner
Zeit für alle Seiten gelöst werden. Seinerzeit versetzte die Stadt
Halle den damaligen Leiter der Jugendhilfeeinrichtung Steffen Kluge
und begründete dieses Vorgehen bis heute nicht. Dieses
intransparente Handeln zog nach sich, dass die Adressat_innen des
Fanprojekt Halle den Kontakt zur Einrichtung abbrachen. Auf
mehrfache konstruktive Gesprächs- und Beratungsangebote der
Bundesrabeitsgemeinschaft der Fanprojekte (BAG) an die Stadt Halle
wurde eben so wenig reagiert wie auf Vermittlungsangebote der
Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) und weiterer
Netzwerkpartner.
Der DFB stellte vor diesem Hintergrund konsequent und
nachvollziehbar seine finanzielle Unterstützung für das Fanprojekt
Halle ein, was heute nun zum vorläufigen Aus für das Fanprojekt
führte. Diese Nachricht hat die BAG mit gemischten Gefühlen zur
Kenntnis genommen. Zum einen ist es traurig, dass eine konstruktive
Lösung des Problems mit dem Ergebnis, ein weiterhin erfolgreiches,
nach dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS) arbeitendes
Fanprojekt in Halle zu erhalten, nicht möglich war. Besonders
bedauerlich ist die gesamte Situation für die Mitarbeiter, die nun
alle ihre Arbeit im Fanprojekt aufgeben müssen. Zum anderen
eröffnet diese Entwicklung nun endlich eine Perspektive für ein
Fanprojekt in Halle unter freier Trägerschaft, denn dass der Bedarf
für Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit mit Jugendlichen und jungen
Erwachsenen Fußballfans des Halleschen FC weiterhin gegeben ist,
ist unstrittig.
Wir sind daher zuversichtlich, dass die Stadt ihrer
politischen Verantwortung nachkommt und einen Neustart eines
Fanprojekts nach dem NKSS in Halle positiv gegenübersteht – an der
Unterstützung des DFB und des Landes Sachsen-Anhalt wird es nicht
scheitern.
Auch die BAG wird weiterhin daran mitwirken, dass ein neues, arbeitsfähiges und kompetentes Fanprojekt entsteht und die zukünftigen Mitarbeiter und den Träger unterstützen.
2 comments on “Verhalten der Stadt intransparent”
Es Wäre ein Ausdruck eigener Verantwortung, wenn die Fans für das scheitern des Fanprojekts die Verantwortung übernehmen würden, Das Auftreten der Fans in Prag scheint der BAG entgangen zu sein!
Die BAG scheint es bis heute nicht begriffen zu haben, daß ein Arbeitgeber, egal ob kommunal oder privat, die Personalentscheidungen nicht öffentlich begründen muß. Herr K. war keine öffentliche Person, er war nur ein Angestellter der Stadt Halle. Und wenn man darauf angewiesen ist, wird man die fütternde hand wohl nicht beißen. Auch das wurde nicht begriffen, sich stattdessen aufs hohe Ross begeben. das braucht sich keine Verwaltung von irgendwelchen sog. „Fans“ bieten zu lassen. Die Verhaltensweisen von diesen sprechen ohnehin Bände. Da war es nur folgerichtig, dem ein Ende zu machen. Nun haben Fans und BAG die segensreiche Aufgabe, mal ein eigenes Projekt aus dem Boden zu stampfen. Mal sehen, ob den ganzen Meckerern und Provokateuren das gelingt.