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Vergessene Orte, neue Perspektiven: Salon im neuen theater Halle widmet sich »Lost Places«

Verlassene Gebäude und brachliegende Areale ziehen seit Jahren ein wachsendes Publikum an. Ob eine alte Lungenklinik im Harz oder ein ehemaliges Rittergut – sogenannte »Lost Places« bewahren Spuren vergangener Zeiten und wecken das Interesse von Menschen, die diese Orte erkunden und dokumentieren. Das neue theater Halle greift dieses Phänomen nun im Rahmen der Salonreihe »ERINNERN ist Heimat« auf.

Bei der Veranstaltung am 27. Februar im nt-Casino zeigen der Leipziger Outdoorspezialist Enno Seifried und Vertreter der internationalen Urbex-Szene Bild- und Filmdokumente. Ergänzend ordnet Prof. Dr. Christiane Dätsch von der Hochschule Merseburg das Thema kulturwissenschaftlich ein.

Im zweiten Teil des Abends richtet sich der Blick auf ein markantes Gebäude in Halle: das ehemalige Stasi-Verwaltungsgebäude am Gimritzer Damm. Das 1971 errichtete Areal stand nach dem Auszug des Finanzamts im Jahr 2016 fast zehn Jahre leer. Nun plant eine Genossenschaft unter dem Namen »Gemeinschaftsamt«, das Gebäude zu erwerben und für kulturelle, soziale und kreative Nutzungen zu öffnen.

Mitinitiator Ulrich Möbius wird das Projekt vorstellen und erläutern, wie aus dem früher abgeschotteten Behördenkomplex ein offener Ort für Kunst, Initiativen, Vereine und junge Unternehmen entstehen soll. Die Veranstaltung zeigt damit exemplarisch, wie historische Gebäude durch gemeinschaftliches Engagement neue Funktionen erhalten können.

Der Salon lädt dazu ein, über die Bedeutung vergessener Orte und deren mögliche Zukunft zu diskutieren. Die Veranstaltung findet am Freitag, 27. Februar 2026, um 19.30 Uhr im nt-Casino des neuen theaters Halle statt.

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