Skip to content
HalleSpektrum.de – Onlinemagazin aus Halle (Saale) Logo

Verfügbares Einkommen in Sachsen-Anhalt wächst stärker als im Bund

Die Menschen in Sachsen-Anhalt hatten 2024 im Durchschnitt mehr Geld zur Verfügung als im Vorjahr. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stieg das verfügbare Einkommen je Einwohnerin und Einwohner auf 26.297 Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 1.165 Euro beziehungsweise 4,6 Prozent gegenüber 2023. Damit fiel der Anstieg stärker aus als im Bundesdurchschnitt, der bei 3,7 Prozent lag.

Maßgeblich für diese Entwicklung waren höhere Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen sowie steigende Sozialleistungen. Das sogenannte Primäreinkommen legte in Sachsen-Anhalt um 1.096 Euro pro Kopf beziehungsweise 4,3 Prozent zu. Bundesweit fiel der Anstieg mit 3,6 Prozent geringer aus. Vor allem höhere Arbeitnehmerentgelte trugen zu dieser Entwicklung bei.

Auch die empfangenen Sozialleistungen nahmen deutlich zu. Dazu zählen unter anderem Renten, Hinterbliebenenversorgung sowie Leistungen bei Arbeitslosigkeit und Sozialhilfe. Sie stiegen in Sachsen-Anhalt um 650 Euro pro Kopf auf durchschnittlich 11.389 Euro und lagen damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von rund 9.500 Euro.

Gedämpft wurde der Einkommenszuwachs allerdings durch höhere Abgaben. Die Nettosozialbeiträge stiegen im Land um 452 Euro je Einwohnerin und Einwohner, hinzu kamen höhere Einkommens- und Vermögensteuern in Höhe von durchschnittlich 140 Euro.

Trotz des überdurchschnittlichen Wachstums bleibt Sachsen-Anhalt beim verfügbaren Einkommen im Ländervergleich weiterhin Schlusslicht. Bundesweit standen den Menschen 2024 durchschnittlich 30.069 Euro für Konsum und Sparen zur Verfügung. Damit erreichte Sachsen-Anhalt lediglich 87,5 Prozent des Bundesdurchschnitts.

Besonders deutlich zeigt sich der Abstand bei den Vermögenseinkommen, die im Land nur knapp die Hälfte des Bundesniveaus erreichen. Auch die Arbeitnehmerentgelte liegen weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt. Die vergleichsweise hohen Sozialleistungen gleichen diese Unterschiede zwar teilweise aus, können sie aber nicht vollständig kompensieren.

Schreibe einen Kommentar