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Verfassungsschutz: Zahl der Extremisten in Sachsen-Anhalt erneut gestiegen

Die Zahl der Extremisten in Sachsen-Anhalt hat im Jahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Verfassungsschutzes werden derzeit rund 7.310 Personen verfassungsfeindlichen Bestrebungen zugerechnet. Das entspricht einem Anstieg von 19,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Den größten Zuwachs verzeichnete erneut der Rechtsextremismus. Die Sicherheitsbehörden rechnen diesem Spektrum inzwischen rund 5.100 Personen zu. Damit stieg das Personenpotenzial binnen eines Jahres um mehr als 1.000 Personen. Als wesentliche Ursache nennt der Verfassungsschutz den starken Mitgliederzuwachs der AfD in Sachsen-Anhalt. Der vom Landesamt seit Oktober 2023 als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Landesverband wuchs 2025 auf rund 3.500 Mitglieder an.

Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) bezeichnete den Rechtsextremismus weiterhin als größte Herausforderung für die Demokratie. Zugleich verwies sie auf einen Anstieg im linksextremistischen Spektrum. Dort werden inzwischen etwa 770 Personen gezählt. Nach Einschätzung des Verfassungsschutzes führte insbesondere das Erstarken rechtsextremer Gruppen zu Rekrutierungserfolgen auf der linken Seite. Rund 320 Linksextremisten gelten als gewaltbereit.

Unverändert bleibt die Zahl der Islamisten im Land. Der Verfassungsschutz geht weiterhin von rund 400 Personen aus, darunter etwa 100 Salafisten. Die Behörde warnt insbesondere vor der Gefahr radikalisierter Einzeltäter.

Darüber hinaus verweist der Verfassungsschutz auf anhaltende Bedrohungen durch ausländische Akteure. Besonders Russland versuche durch Desinformation, Cyberangriffe, Spionage und Sabotage das Vertrauen in staatliche Institutionen zu untergraben. Mit Blick auf die Landtagswahl im September rechnen die Sicherheitsbehörden mit einer weiteren Zunahme solcher Aktivitäten.

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