Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt warnt vor einer aktuellen Betrugswelle rund um den Rundfunkbeitrag. Verbraucher berichten von E-Mails, in denen sie aufgefordert werden, angeblich offene Beiträge auf ausländische Bankkonten zu überweisen.
In den Nachrichten wird behauptet, der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio stelle seine Kommunikation künftig auf E-Mail-Versand um. Zudem werden neue Zahlungstermine angekündigt und Kalendereinträge zum Herunterladen mitgeschickt. Nach Angaben der Verbraucherzentrale sollen diese Angaben den Eindruck von Seriosität erwecken und die Empfänger unter Zeitdruck setzen.
Besonders auffällig ist die Forderung, Zahlungen auf Konten im Ausland zu leisten. „Der echte Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio fordert keine Zahlungen auf ausländische Konten an“, betont Verbraucherschützerin Frau Schwarz. Betroffene sollten deshalb keinesfalls Geld überweisen.
Auch der Beitragsservice selbst warnt vor den gefälschten E-Mails. Die Betrüger behaupten demnach teilweise, bereits geleistete Zahlungen würden im Zuge einer angeblichen „Systemmigration“ automatisch erstattet. Zudem werben sie mit Rabatten oder Preisvorteilen bei längeren Vorauszahlungen. Solche Angebote gibt es beim Beitragsservice jedoch nicht.
Als weitere Warnsignale nennt die Verbraucherzentrale einen falschen Absender, abweichende Beitragsnummern sowie Bankverbindungen, die nicht mit den offiziellen Kontodaten übereinstimmen. In den bekannt gewordenen Fällen sollten die Betroffenen Geld auf ein spanisches Konto überweisen. Die mitgesandten Kalendereinträge sollten ebenfalls nicht heruntergeladen werden.
Die Verbraucherzentrale rät, bei Zweifeln die Echtheit von Zahlungsaufforderungen sorgfältig zu prüfen. „Auch wenn eine Nachricht auf den ersten Blick glaubwürdig erscheint – die Zahlung auf ein ausländisches Konto ist ein starkes Warnsignal“, so Frau Schwarz.