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Verbändebündnis fordert Weidestrategie und stärkere Förderung der Weidehaltung

Ein breites Bündnis aus rund 80 Verbänden hat die Bundesregierung aufgefordert, der Weidehaltung in Deutschland eine langfristige Perspektive zu sichern. In einem gemeinsamen Positionspapier sprechen sich landwirtschaftliche, naturschutzfachliche und weitere Organisationen – darunter die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) – für eine ressortübergreifende Nationale Weidestrategie aus.

Im Mittelpunkt der Forderungen steht eine stärkere finanzielle Unterstützung von Weidetieren im Rahmen der Gemeinsame Agrarpolitik (GAP). Diese solle künftig auch Milchviehbetriebe umfassender einbeziehen. Zugleich verlangen die Verbände, bestehende Förderinstrumente wie Öko-Regelungen sowie Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen langfristig finanziell abzusichern – auch über das Jahr 2028 hinaus.

Kritisch äußert sich das Bündnis zu Überlegungen der EU-Kommission, den bisherigen Schutz von Dauergrünland ab 2028 aufzuheben. Aus Sicht der Verbände sei ein verlässlicher Erhalt dieser Flächen zentral für Klima-, Arten- und Bodenschutz.

Vertreterinnen und Vertreter der Weidehaltung betonen zudem die wirtschaftlichen Herausforderungen dieser Bewirtschaftungsform. Der erhöhte Arbeitsaufwand und die besonderen Anforderungen müssten sich in entsprechenden Förderinstrumenten widerspiegeln. Als ein möglicher Ansatz wird eine bundesweite Weideprämie für Milchkühe genannt, die bereits politisch diskutiert wird.

Die Initiative versteht sich als Signal an die Politik, die Bedeutung der Weidehaltung für Umwelt, Tierwohl und ländliche Räume stärker zu berücksichtigen und strukturell abzusichern.

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