Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kündigt für den 2. Februar 2026 einen ganztägigen Streik in mehreren Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge an. Betroffen sind Beschäftigte des öffentlichen Dienstes der Länder, der Autobahn GmbH sowie die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB).
Der Streik umfasst unter anderem die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt, die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, die Hochschule Magdeburg-Stendal, mehrere Landesministerien und -dienststellen sowie die Standorte der Autobahn GmbH in Magdeburg, Theeßen, Börde, Wernigerode und Plötzkau. Auch die MVB beteiligen sich mit eigenen Forderungen.
Im öffentlichen Dienst der Länder und bei der Autobahn GmbH fordert ver.di 7 Prozent mehr Entgelt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich, um den Abstand zum Tarifvertrag des Bundes und der Kommunen nicht weiter wachsen zu lassen. Die Beschäftigten der MVB verlangen zudem strukturelle Entlastungen, darunter eine 35-Stunden-Woche, um die Arbeitsbelastung zu senken und den Betrieb langfristig stabil aufzustellen.
ver.di kritisiert, dass es in diesem Tarifbereich kaum Fortschritte gibt und Arbeitgeber wiederholt auf knappe Haushalte verweisen. Beschäftigte berichten hingegen von wachsender Arbeitsverdichtung, Fachkräftemangel und steigenden Lebenshaltungskosten. Auch aus der Landesverwaltung kommt deutliche Kritik an der fehlenden Bewegung in den Verhandlungen.
Da die zweite Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst der Länder ohne substanzielle Angebote endete, sieht ver.di die Notwendigkeit, den Druck zu erhöhen. Der Streik soll ein klares Signal senden, dass verbesserte Arbeits- und Entgeltbedingungen notwendig sind, um die öffentliche Infrastruktur stabil zu halten.
ver.di ruft Beschäftigte, Studierende und Bürger*innen zur Unterstützung des Streiks auf.