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Untersuchungsausschuss zum Anschlag auf Weihnachtsmarkt: Zweifel an Eignung von Taleb A.

Im 21. Parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Landtages von Sachsen-Anhalt sind erneut Fragen zur Tätigkeit des späteren Attentäters vom Magdeburger Weihnachtsmarkt aufgekommen. Schwerpunkt der aktuellen Sitzung waren Zeugenaussagen zur Arbeit von Taleb A. im Maßregelvollzug Bernburg der Salus Holding.

Die Sprecherin der CDU-Fraktion im Ausschuss, Kerstin Godenrath, erklärte, es gebe erhebliche Unstimmigkeiten bei den Prozessen der Personalgewinnung und bei der Einstellung von Taleb A. Zudem seien im Verlauf der Anhörungen gravierende Zweifel an dessen fachlicher und persönlicher Eignung für die ärztliche Tätigkeit deutlich geworden. Mehrere unerklärliche Vorkommnisse ließen aus Sicht der CDU-Fraktion offen, wie Taleb A. bis zum Zeitpunkt des Anschlags als Facharzt in einer zentralen Einrichtung des Landes tätig sein konnte.

Nach Darstellung Godenraths habe Taleb A. offenbar Sonderstellungen genossen, während fachliche Anforderungen an seine Tätigkeit schrittweise abgesenkt worden seien. Dies habe auch zu Mehrbelastungen anderer Ärzte geführt. Weiterhin ungeklärt sei, warum die geschilderten Zustände durch Führungskräfte geduldet oder relativiert worden seien und weshalb sie im Gesamtunternehmen nicht früher aufgefallen seien.

Der Untersuchungsausschuss will die offenen Fragen in weiteren Zeugenvernehmungen in den kommenden Wochen klären.

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