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Unterstützung vom Land: Harzer Schmalspurbahnen für zwei Jahre finanziell abgesichert

Wie ein alter Zug, der schnaufend den Berg erklimmt, erhalten die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) für die kommenden zwei Jahre neuen Atem. Das Land Sachsen-Anhalt sichert dem traditionsreichen Unternehmen finanzielle Unterstützung in Millionenhöhe zu. Darüber berichtete der MDR.

Nach Angaben von Verkehrsministerin Lydia Hüskens (FDP) wird der bestehende Verkehrsvertrag fortgeführt und durch zusätzliche Zahlungen ergänzt. Insgesamt stehen den HSB für die Jahre 2026 und 2027 jeweils rund 20 Millionen Euro zur Verfügung. Enthalten sind Mittel aus dem Verkehrsvertrag, Gelder für Investitions- und Betriebskosten sowie zusätzliche Zuschüsse zur Abfederung des steigenden Kostendrucks.

Doch die Hilfe kommt nicht ohne Auflagen. Die Harzer Schmalspurbahnen müssen ihren finanziellen Rahmen strenger als bisher einhalten und umfassende Spar- und Sanierungskonzepte vorlegen. Dazu zählen die Instandsetzung des Schienennetzes, die Überprüfung der Werkstattstrukturen sowie eine Machbarkeitsstudie zur möglichen Elektrifizierung einzelner Strecken.

Mit dem Finanzpaket, so Hüskens, solle dem Unternehmen eine tragfähige Perspektive eröffnet werden. Das Land wolle die HSB auf ihrem Weg der Neuaufstellung begleiten und auch bei der Einwerbung von Bundesmitteln unterstützen.

Die wirtschaftliche Lage der Schmalspurbahnen hatte sich im Sommer dramatisch zugespitzt. Ein Gutachten bezifferte den Investitionsbedarf für die nächsten 20 Jahre auf rund 800 Millionen Euro. Trotz steigender Fahrgastzahlen und eines Rekordumsatzes von etwa 15,5 Millionen Euro bleiben die finanziellen Herausforderungen groß.

So bleibt die Hoffnung, dass die alten Dampfloks weiter durch den Harz ziehen können – getragen von öffentlicher Hand, aber auch von der Pflicht zur Erneuerung.
Quelle: MDR Sachsen-Anhalt

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