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Umweltminister Willingmann mahnt stärkeren Schutz der Artenvielfalt an

Zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt hat Sachsen-Anhalts Umweltminister Armin Willingmann zu einem konsequenten Schutz von Arten und Lebensräumen aufgerufen. Der Rückgang der Biodiversität sei keine abstrakte Umweltfrage, sondern betreffe die Lebensgrundlagen der Menschen unmittelbar.

Artenvielfalt sichere sauberes Wasser, fruchtbare Böden, Bestäubung, Klimaschutz und damit auch Lebensqualität, betonte Willingmann. Ihr Verlust sei daher eine zentrale ökologische und gesellschaftliche Herausforderung.

Auch in Sachsen-Anhalt zeige sich dieser Rückgang deutlich. Lebensräume wie artenreiche Wiesen, Feldränder oder Ackerwildkräuter gingen vielerorts zurück. Gründe seien unter anderem intensive Landnutzung, Flächenversiegelung, invasive Arten sowie die Folgen des Klimawandels.

Besonders alarmierend sei die Situation vieler Arten im Land: Von den über 21.000 erfassten Arten gelten laut Roter Liste rund 35,8 Prozent als gefährdet, 7,6 Prozent sogar als vom Aussterben bedroht.

Der Minister verwies zugleich auf die Bedeutung lokaler Maßnahmen. Naturschutz beginne auf kommunalen Flächen, in Gärten und auf Wiesen. Neben dem Erhalt bestehender Lebensräume sei die Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme entscheidend.

Grundlage dafür sei auch die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur. Bund und Länder arbeiten derzeit an einem nationalen Wiederherstellungsplan, an dem sich Bürgerinnen und Bürger noch bis Juni 2026 beteiligen können.

Intakte Ökosysteme seien widerstandsfähiger gegen Hitze, Trockenheit und Starkregen und damit ein zentraler Baustein für die Zukunft, so Willingmann.

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