Das Bauhauptgewerbe in Sachsen-Anhalt hat im ersten Quartal 2026 einen Umsatzrückgang verzeichnet. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, erwirtschafteten die 293 größeren Betriebe des Bauhauptgewerbes zwischen Januar und März einen baugewerblichen Umsatz von 489,4 Millionen Euro. Das waren nominal 3,5 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Besonders betroffen war der Hochbau. Dort gingen die Umsätze insgesamt um 9 Prozent zurück. Die stärksten Einbußen verzeichnete der öffentliche Hochbau mit einem Minus von 22,9 Prozent. Dagegen entwickelte sich der Straßenbau positiv: Hier stiegen die Umsätze um 10,5 Prozent. Insgesamt wurde weiterhin mehr als die Hälfte aller Umsätze im gewerblichen und industriellen Hoch- und Tiefbau erzielt.
Preisbereinigt fiel der Rückgang noch deutlicher aus. Real lagen die Umsätze im ersten Quartal um 7,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auch hier blieb der Straßenbau die einzige Sparte mit Zuwächsen.
Deutlich besser entwickelte sich dagegen die Auftragslage. Die Auftragseingänge stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 31,4 Prozent auf 770,5 Millionen Euro. Vor allem im Tiefbau gab es starke Zuwächse, die nach Angaben des Statistischen Landesamtes auch auf mehrere Großaufträge zurückzuführen sind. Besonders der gewerbliche und industrielle Tiefbau sowie der Straßenbau legten kräftig zu. Auch der Wohnungsbau verzeichnete mehr Bestellungen als im Vorjahr.
Ende März waren im Bauhauptgewerbe Sachsen-Anhalts 16.842 Menschen beschäftigt. Das entsprach einem Rückgang von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Beschäftigten leisteten insgesamt knapp 3,8 Millionen Arbeitsstunden. Die Entgelte beliefen sich auf 161,2 Millionen Euro.
Die meisten Beschäftigten arbeiteten weiterhin im Straßenbau. Dort waren rund 4.850 Personen tätig. Trotz rückläufiger Arbeitsstunden stiegen die Umsätze in diesem Bereich erneut an.