Der Tourismus in Sachsen-Anhalt ist mit einem zurückhaltenden Trend in das Jahr 2026 gestartet. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden im Januar rund 157.400 Gästeankünfte und etwa 383.800 Übernachtungen registriert. Während die Gästezahlen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres lagen, ging die Zahl der Übernachtungen um 1,0 Prozent zurück.
Der überwiegende Teil der Gäste kam aus dem Inland. Ihr Anteil lag bei 93,0 Prozent. Hier zeigte sich ein leichter Anstieg bei den Ankünften um 0,3 Prozent, während die Übernachtungen um 0,9 Prozent zurückgingen. Bei internationalen Gästen fiel die Entwicklung deutlicher negativ aus: Sowohl die Gästezahlen (-4,3 Prozent) als auch die Übernachtungen (-2,9 Prozent) lagen unter dem Vorjahresniveau.
Auch die Auslastung der Beherbergungsbetriebe blieb leicht hinter dem Vorjahr zurück. Von 926 geöffneten Betrieben wurden die angebotenen Schlafplätze zu 19,7 Prozent genutzt (Januar 2025: 20,0 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank geringfügig von 2,5 auf 2,4 Tage.
Je nach Betriebsart zeigte sich ein uneinheitliches Bild. Deutliche Zuwächse gab es lediglich bei Schulungsheimen. Rückgänge wurden unter anderem bei Campingplätzen, Gasthöfen sowie Ferienunterkünften verzeichnet. Hotels und ähnliche Betriebe meldeten teilweise steigende Gästezahlen, jedoch meist leicht sinkende Übernachtungen. In Pensionen und Reha-Kliniken entwickelten sich die Übernachtungszahlen trotz rückläufiger Gästezahlen positiv.
Regional konnten nur zwei der fünf Reisegebiete steigende Gästezahlen verzeichnen – allerdings jeweils bei gleichzeitig rückläufigen Übernachtungen. Dazu zählen der Harz und das Harzvorland sowie die Region Halle, Saale, Unstrut. In den übrigen Regionen – Anhalt-Wittenberg, Magdeburg/Elbe-Börde-Heide und Altmark – gingen sowohl Gästezahlen als auch Übernachtungen zurück.
Insgesamt ergibt sich damit für den Jahresbeginn ein uneinheitliches Bild ohne klaren Aufwärtstrend im Tourismus des Landes.