Der Tourismus in Sachsen-Anhalt hat im Februar 2026 weiterhin einen leichten Rückgang verzeichnet. Nach vorläufigen Angaben des Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt wurden rund 171.500 Gästeankünfte und etwa 429.300 Übernachtungen gezählt. Das entspricht einem Minus von 2,0 Prozent bei den Gästen und 0,6 Prozent bei den Übernachtungen im Vergleich zum Februar 2025.
Der überwiegende Teil der Reisenden kam aus dem Inland. Insgesamt 92,5 Prozent der Gäste waren inländische Besucher. In diesem Segment gingen sowohl die Gästezahlen (-2,2 Prozent) als auch die Übernachtungen (-0,8 Prozent) zurück. Dagegen entwickelte sich der internationale Tourismus leicht positiv: Die Zahl der ausländischen Gäste stieg um 1,0 Prozent, die Übernachtungen nahmen um 2,2 Prozent zu.
Im Februar 2026 waren 921 Beherbergungsbetriebe geöffnet, weniger als im Vorjahresmonat mit 938 Betrieben. Die durchschnittliche Auslastung der angebotenen Schlafgelegenheiten lag unverändert bei 24,3 Prozent. Auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb mit 2,5 Tagen konstant.
Unterschiedliche Entwicklungen zeigten sich je nach Betriebsart. Zuwächse wurden unter anderem bei Schulungsheimen (+31,9 Prozent Gäste; +20,4 Prozent Übernachtungen) sowie in Vorsorge- und Reha-Kliniken (+5,1 Prozent Gäste; +1,9 Prozent Übernachtungen) verzeichnet. Auch Jugendherbergen und ähnliche Einrichtungen meldeten stabile Gästezahlen bei steigenden Übernachtungen (+4,9 Prozent). Deutliche Rückgänge gab es hingegen bei Camping- und Biwakplätzen (-27,1 Prozent Gäste; -26,9 Prozent Übernachtungen), Erholungs- und Ferienheimen sowie Gasthöfen.
Regional betrachtet gingen die Gästezahlen in allen fünf Reisegebieten Sachsen-Anhalts zurück. In den Regionen Harz und Harzvorland sowie Anhalt-Wittenberg wurden zudem auch weniger Übernachtungen registriert. In den übrigen Regionen, darunter Altmark sowie der Raum Halle-Saale-Unstrut und die Region Magdeburg-Elbe-Börde-Heide, konnten trotz sinkender Gästezahlen leichte Zuwächse bei den Übernachtungen erzielt werden.
Auch im bisherigen Jahresverlauf zeigt sich ein leichter Rückgang: Von Januar bis Februar 2026 lagen die Gästeankünfte mit rund 328.500 um 1,2 Prozent und die Übernachtungen mit etwa 811.500 um 1,0 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.