Während die Tourismuszahlen in weiten Teilen Sachsen-Anhalts im Mai 2025 rückläufig waren, verzeichnete die Region Halle, Saale, Unstrut eine erfreuliche Ausnahme: Die Zahl der Gästeankünfte stieg um 5,1 Prozent, die der Übernachtungen immerhin leicht um 0,1 Prozent. Damit hebt sich Halle deutlich vom Gesamttrend ab, denn sachsen-anhaltweit wurden mit rund 354.600 Ankünften und 842.400 Übernachtungen ein Rückgang von 1,5 bzw. 4,6 Prozent im Vergleich zum Mai des Vorjahres festgestellt.
Insbesondere die späteren Pfingstferien in einigen Bundesländern – 2025 lagen sie im Juni statt wie 2024 im Mai – dürften den inländischen Tourismus gedämpft haben. In Sachsen-Anhalt selbst fiel lediglich der 30. Mai auf einen schulfreien Tag. Auch die deutschlandweit gesunkene Übernachtungszahl (‑2,6 %) spiegelt sich im Landesergebnis wider.
Insgesamt kamen 93,6 Prozent der Gäste aus dem Inland, bei denen sowohl Ankünfte (‑1,8 %) als auch Übernachtungen (‑4,6 %) rückläufig waren. Die Zahl ausländischer Gäste stieg zwar um 3,8 Prozent, doch blieben sie kürzer: Die Übernachtungen dieser Gruppe gingen um 4,1 Prozent zurück.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer verkürzte sich von 2,5 auf 2,4 Tage. Die Auslastung der angebotenen Schlafgelegenheiten sank auf 35,4 Prozent (Vorjahr: 37,4 %). Landesweit war ein leichter Rückgang der geöffneten Beherbergungsbetriebe zu verzeichnen (1.046 im Mai 2025, gegenüber 1.060 im Vorjahr).
Besonders hart traf es Campingplätze (‑28,1 % Gäste, ‑27,0 % Übernachtungen) und Ferienzentren (‑17,1 % / ‑10,7 %), während Hotels und Hotels garnis mit einem deutlichen Plus glänzten.
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen zeigt sich Halle als stabile Größe im Tourismusgefüge des Landes – ein Hoffnungsschimmer in einer insgesamt durchwachsenen Bilanz.