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Thomas Berger übernimmt Heisenberg-Professur für Mathematische Systemtheorie an der MLU

Halle (Saale) – Mit dem Beginn des neuen Jahres hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg einen neuen Heisenberg-Professor berufen. Prof. Dr. Thomas Berger hat seit dem 1. Januar 2026 die Professur für Mathematische Systemtheorie angetreten. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt die Berufung im Rahmen des renommierten Heisenberg-Programms mit bis zu 840.000 Euro.

Berger widmet sich der Erforschung der mathematischen Grundlagen zur Steuerung und Regelung dynamischer Systeme. Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle zwischen reiner Mathematik und ihren Anwendungen in Physik, Chemie, Biologie und Technik. Im Mittelpunkt stehen vernetzte Systeme, deren sichere und zuverlässige Steuerung zunehmend an Bedeutung gewinnt – etwa im Bereich des autonomen Fahrens. Ziel ist es, mathematisch fundierte Algorithmen zu entwickeln, die auch unter wechselnden äußeren Bedingungen stabile und nachweisbar sichere Regelungen ermöglichen.

Ein Beispiel aus seiner Forschung sind Fahrzeugkolonnen im Güterverkehr. Hier müssen Geschwindigkeit und Abstand präzise abgestimmt werden, selbst wenn Einflussgrößen wie das Fahrzeuggewicht unbekannt bleiben. Die von Berger entwickelten Methoden sorgen dafür, dass Sicherheitsabstände eingehalten und Ressourcen effizient genutzt werden können.

Der 1986 in Saalfeld geborene Mathematiker studierte in Ilmenau Mathematik und Wirtschaftsmathematik und promovierte dort 2013. Es folgten wissenschaftliche Stationen in Hamburg und Paderborn. Er ist Autor von über 70 Fachpublikationen und hat bereits mehrere Drittmittelprojekte bei der DFG eingeworben.

Mit der Heisenberg-Professur gewinnt die MLU einen Wissenschaftler, der moderne mathematische Theorie mit praktischen Anwendungen verbindet – eine Disziplin mit langer akademischer Tradition und zugleich hoher Relevanz für die Zukunft technischer Systeme.

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