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Technologiezentrum für Drohnensicherheit in Cochstedt eröffnet

Am Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Cochstedt ist am Dienstag das neue Technologiezentrum für Drohnensicherheit eröffnet worden. Sachsen-Anhalts Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) sieht in der Forschung zur Erkennung und Abwehr von Drohnen eine wichtige Aufgabe angesichts zunehmender Spionage- und Sabotagegefahren.

„Wir erleben eine neue sicherheitspolitische Realität“, erklärte Willingmann. Kritische Infrastrukturen, Militär- und Industrieanlagen müssten besser vor missbräuchlich eingesetzten unbemannten Fluggeräten geschützt werden. Anlass zur Sorge gebe unter anderem ein Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle Anfang August, bei dem eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden war. Nach Angaben der Polizei wurden im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 28 sicherheitsrelevante Drohnenvorfälle registriert.

Das neue Technologiezentrum soll Technologien und Verfahren zur Erkennung, Bewertung und Abwehr von Drohnen entwickeln und erproben. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf möglichen Anwendungen zum Schutz von Flughäfen. Das Spektrum reicht von der Gefahrenanalyse über die Abwehr bis zur Unterstützung konkreter Einsatzmaßnahmen.

Am Flughafen Cochstedt betreibt das DLR bereits seit 2021 das Nationale Erprobungszentrum für unbemannte Flugsysteme. Willingmann hatte sich nach eigenen Angaben seit 2018 für die Entwicklung des ehemaligen Verkehrsflughafens zu einem Forschungsstandort eingesetzt. Mit dem neuen Technologiezentrum werde das Engagement des Bundes nun weiter ausgebaut.

Derzeit arbeiten am Standort 55 Menschen, perspektivisch sollen es bis zu 65 Beschäftigte werden. Der Erprobungsbetrieb findet an rund 230 Tagen im Jahr statt. Etwa die Hälfte der Aktivitäten entfällt auf externe Nutzer, die andere Hälfte auf Projekte des DLR. 2025 wurden rund 1.500 Flugbewegungen mit unbemannten Flugsystemen registriert. Für dieses Jahr wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet.

Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung vom 18. August 2026.

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