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Tarifrunde im Groß- und Außenhandel startet ohne Angebot

Die erste Tarifverhandlung im Groß- und Außenhandel sowie im genossenschaftlichen Groß- und Außenhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist am 30. April 2026 in Leipzig ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Nach Angaben der ver.di legten die Arbeitgeber in der Auftaktrunde kein Angebot vor.

Die Gewerkschaft bewertet den Verlauf der Gespräche als enttäuschend. Hintergrund sind nach eigenen Angaben steigende Lebenshaltungskosten, insbesondere für Energie, Mieten, Lebensmittel und Kraftstoffe, die viele Beschäftigte zunehmend belasten. In der Belegschaft gebe es Sorgen über die aktuelle finanzielle Situation sowie über langfristige Perspektiven, etwa mit Blick auf die Altersvorsorge.

Verhandlungsführer Torsten Furgol kritisierte das Verhalten der Arbeitgeber und stellte fest, dass einem betonten Verständnis für die Beschäftigten kein konkretes Angebot gefolgt sei. Auch Mitglieder der Tarifkommission äußerten sich deutlich: Vertreter aus Unternehmen wie Metro in Erfurt und Sanacorp in Chemnitz bezeichneten den Verlauf der Verhandlungen als enttäuschend und kritisierten die fehlende Verhandlungsbereitschaft.

Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um sieben Prozent, mindestens jedoch um 220 Euro pro Monat. Für Auszubildende wird eine monatliche Steigerung um 150 Euro pro Ausbildungsjahr gefordert. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 21. Mai 2026 geplant. Der genaue Ort steht noch nicht fest.

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