Skip to content
HalleSpektrum.de – Onlinemagazin aus Halle (Saale) Logo

Studientag der Theologischen Fakultät: Welche Rolle spielt Religion im Krieg?

Der Studientag „Theologien vor der Herausforderung von Krieg und Gewalt“, der am 17. Januar 2024 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) stattfindet, beschäftigt sich mit einem Thema, das vor dem Hintergrund der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten aktueller kaum sein könnte. Welche Rolle spielt Religion im Krieg? Wird sie benutzt, ist sie friedensstiftend oder gleichermaßen immer ambivalent? In diesem Spannungsfeld diskutieren Wissenschaftler aus aller Welt gemeinsam mit den halleschen Theologen.

Dem Wunsch nach Frieden stehen weltweit Kriege und gewaltsame Konflikte gegenüber. Religionen kommen in diesem Zusammenhang höchst ambivalente Rollen zu. Wie neuere Forschung zeigt, kann Religion sowohl konfliktverschärfende als auch friedensstiftende Funktionen erfüllen. Das gilt im Kriegsfall und in gesellschaftlichen Konflikten.

Der Studientag will Fragen nach Krieg und Frieden, nach Gewalt und Gewaltlosigkeit sowie nach religiösen und theologischen Echokammern stellen und in der Diskussion darüber auch Antworten finden. Neben einer Versachlichung soll zu einer interkulturellen und interreligiösen Weitung der Perspektive auf die Bedeutung von Religion im Kontext von Konflikt und Gewalt beigetragen werden. Der Austausch zwischen internationalen Referentinnen und Referenten, Mitgliedern der Fakultät und Gästen in unterschiedlichen Formaten (Vorträge, Workshops, Rundgespräch) soll dies ermöglichen. Einer der Gäste ist Michael Roth, MdB (SPD). Der ehemalige Staatsminister für Europa beim Bundesminister des Auswärtigen (2013-2021) und derzeitige Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages spricht über „Außenpolitik in Kriegszeiten. Zwischen Bergpredigt und gerechtem Frieden“.

Der Tag ist eine gemeinsame Veranstaltung der Theologischen Fakultät mit der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Unterstützt wird sie von der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., dem Programm „Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch“ und dem Auswärtigen Amt.

Organisatoren des Studientags sind Prof. Dr. Daniel Cyranka und Jun.-Prof. Dr. Stanislau Paulau. Eingeladen sind alle Interessierten aus Theologie, Kirche, Schule, Universität und Gesellschaft.

Studientag 2024: „Theologien vor der Herausforderung von Krieg und Gewalt“
Mittwoch, 17. Januar 2024, Beginn: 10 Uhr
Hauptgebäude der Franckeschen Stiftungen, Haus 1
Franckeplatz 1, 06110 Halle (Saale)

Tagungsprogramm und Anmeldeformular:
https://blogs.urz.uni-halle.de/theologischerstudientag2024/

12 comments on “Studientag der Theologischen Fakultät: Welche Rolle spielt Religion im Krieg?”

  1. Auch im postsozialistischem Putinfaschismus ist die christliche Orthodoxie (eine der dämlichsten Weltreligionen überhaupt) Staatsraison. Wenn ich diese weihrauchbekifften Popen schon sehe, kann ich kotzen.

  2. Meine Gedanken dazu:
    Religionen sind oft der Anlass zum Krieg.

    Für Gläubige unter den Soldaten an der Front mag ihr Gott wichtig sein, sie finden im Gebet Hilfe, Trost und Kraft, der andere Teil von ihnen erkennt: Das kann mein Gott nicht wollen, was hier geschieht und werden Nichtgläubige.

  3. Nein Elfriede, nicht Religionen sind der Anlass für Krieg. Es sind die Herrschenden, die Ideologien zur Rechtfertigung ihres Machtstrebens nutzen. Zum Wohle der Menschheit (Mehrung des eigenen Vermögens) wurden schon immer und werden immer noch Menschen auf den Schlachtfeldern geopfert.

  4. @hei-wu, welche Heilsbotschaft verkündet denn der Nationalismus und wer sind seine Propheten?

  5. „Wenn ich diese weihrauchbekifften Popen schon sehe, kann ich kotzen.“
    Halle – weltoffen und tolerant.

  6. Elfriede ist – wie ich – von Marx geprägt. Religion ist Opium des Volkes, auch das von Soldaten. Diese These halte ich nach wie vor für richtig. Ob die „christliche Orthodoxie“ besonders dämlich oder besonders ausgefeilt ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Bildung ist jedenfalls ein erprobtes Mittel, sich von Religion zu emanzipieren.

  7. Die Grünen wollen die Erde vor 100 Jahren auf ewig bewahren, die Orthodoxe Kirche die Seelen ihrer Schäfchen. Ob Veränderung gut ist, wird die Geschichte zeigen.

Schreibe einen Kommentar