Zugewanderte Fachkräfte entscheiden sich in Deutschland deutlich häufiger für westdeutsche Bundesländer und Stadtstaaten als für den Osten. Das geht aus einer aktuellen Studie des Institut der deutschen Wirtschaft hervor, über die die Die Zeit berichtet.
Demnach lag der Anteil im Ausland geborener Fachkräfte im Jahr 2024 in Städten wie Berlin, Hamburg und Bremen jeweils bei rund einem Viertel. Auch westdeutsche Flächenländer wie Hessen und Baden-Württemberg verzeichnen mit über 20 Prozent vergleichsweise hohe Werte.
In Ostdeutschland hingegen bleibt der Anteil deutlich niedriger. In Sachsen-Anhalt liegt er laut Studie bei 7,1 Prozent, in Brandenburg bei 7,4 Prozent und in Mecklenburg-Vorpommern bei 6,9 Prozent.
Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, sieht darin eine zentrale Herausforderung. Angesichts des demografischen Wandels sei Ostdeutschland auf Zuwanderung angewiesen. Voraussetzung dafür sei jedoch eine „Kultur der Offenheit“ vor Ort. Zugleich warnte sie vor politischen Strömungen, die Vorbehalte gegenüber Zugewanderten verstärken könnten.
Insgesamt lag der Anteil der im Ausland geborenen Menschen im erwerbsfähigen Alter bundesweit bei knapp 25 Prozent. Besonders hoch ist er laut Studie in urbanen und wirtschaftsstarken Regionen.
2 comments on “Studie: Zugewanderte Fachkräfte meiden Ostdeutschland”
Kein Wunder! Welche Fachkraft will schon in einer spießigen, muffigen, ausländerfeindlichen Atmosphäre leben und arbeiten? Das alltägliche Gejammere und Selbstmitleid vieler Ostdeutscher tun ihr Übriges dazu.
Eher verlassen fertig ausgebildete Fachkräfte das Land, gleich, welchen Hintergrundes.