Die Produktion von Elektrolyseuren und deren Vorprodukten könnte in Ostdeutschland bis 2045 erhebliche wirtschaftliche und beschäftigungspolitische Effekte haben. Das geht aus einer Studie der Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland hervor, die vom WifOR Institute und dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE erstellt wurde.
Im Basisszenario errechnet die Studie für das Jahr 2045 eine Bruttowertschöpfung von rund 1,4 Milliarden Euro und einen Beschäftigungseffekt von etwa 12.570 Personen. Davon entfallen rund 8.080 Arbeitsplätze auf die Elektrolyseurhersteller und etwa 4.490 auf Unternehmen der Zulieferketten. Je nach Marktentwicklung reicht die Spannbreite beim Beschäftigungseffekt von rund 4.300 bis 20.000 Personen.
Von der Entwicklung könnten neben Herstellern von Elektrolyseuren auch Unternehmen aus Maschinenbau, Metallverarbeitung und Elektroindustrie profitieren. Nach Angaben der Studie entfallen 58 Prozent des Beschäftigungseffekts auf Fachkrafttätigkeiten, weitere rund 30 Prozent auf Spezialisten und Experten.
Für Sachsen-Anhalt sehen die Grünen dabei Chancen für den Aufbau entsprechender Produktionsstrukturen. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Olaf Meister, fordert, Elektrolyseure, Bauteile und Steuerungstechnik auch im Land zu entwickeln und herzustellen. Sachsen-Anhalt verfüge mit erneuerbaren Energien, Chemieindustrie und Forschung über entsprechende Voraussetzungen, erklärte die neu gewählte energiepolitische Sprecherin Madeleine Linke.
Die Studie identifiziert insgesamt 107 Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Ostdeutschland, die im Bereich der Elektrolysetechnologien tätig sind. Für den Raum Magdeburg wird ein mittelgroßes Kompetenzcluster ausgewiesen. Untersucht wurden unter anderem die vorhandenen Unternehmen und Zulieferer sowie mögliche Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte entlang der Elektrolyse-Wertschöpfungskette.
Quelle: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE / WifOR Institute
One comment on “Studie sieht Potenzial für Wasserstoffindustrie in Ostdeutschland”
Der Lobby-Verband muss das so schreiben (lassen). Viel wahrscheinlicher mit Evidenz der Solarindustrie ist folgendes Szenario: Subventionierter Hochlauf der Wasserstoffnutzung mit höheren Energiepreisen schwächt die heimische Industrie für Elektrolyseure. Der wachsende Markt wird ausschließlich von China mit sich verstärkenden Standortvorteilen bedient. Die Wunschzahlen werden Schall und Rauch.