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Stromverbrauch in Sachsen-Anhalt leicht gestiegen – Industrie bleibt größter Abnehmer

Die Stromabgabe an Letztverbraucher in Sachsen-Anhalt ist im Jahr 2024 leicht gestiegen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, lieferten Energieversorger und Stromhändler insgesamt 12,2 Milliarden Kilowattstunden – ein Plus von 0,6 Prozent gegenüber 2023. Trotz des höheren Verbrauchs sanken die Erlöse deutlich: Mit 2,786 Milliarden Euro lagen sie rund 293 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Grund dafür sind vor allem niedrigere Durchschnittspreise.

Der durchschnittliche Erlös über alle Verbrauchergruppen lag 2024 bei 22,92 Cent je Kilowattstunde und damit 2,55 Cent unter dem Vorjahresniveau. Größter Stromabnehmer blieb die Industrie. Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Rohstoffgewinnung bezogen 5,4 Milliarden Kilowattstunden – rund 44,5 Prozent des gesamten Stromabsatzes. Auch hier sanken die Durchschnittserlöse deutlich, von 18,68 auf 15,88 Cent je Kilowattstunde.

Private Haushalte verbrauchten 2,922 Milliarden Kilowattstunden. Das entspricht einem leichten Rückgang um 27 Millionen Kilowattstunden gegenüber 2023. Gleichzeitig wurden auch für Haushaltsstrom niedrigere Durchschnittserlöse erzielt: 34,97 Cent pro Kilowattstunde nach 37,76 Cent im Vorjahr.

Im längerfristigen Vergleich zeigt sich ein weitgehend stabiler Stromabsatz. Während 2008 rund 14,2 Milliarden Kilowattstunden verkauft wurden, lag der Wert 2024 bei 12,16 Milliarden Kilowattstunden.

In den gemeldeten Erlösen enthalten sind Netznutzungsentgelte, Stromsteuer sowie verschiedene Abgaben, jedoch nicht die Mehrwertsteuer und spätere Steuerrückerstattungen.

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