Zur Fête de la Musique am 21. Juni macht Halle seinem Ruf als musikalische Stadt wieder alle Ehre – mit einer neuen Bühne für den Nachwuchs.
Halle (Saale) – Wenn am 21. Juni wieder die Straßen klingen, der Sommer durch die Gassen zieht und Musik aus allen Winkeln der Stadt hallt, dann ist Fête de la Musique. Inmitten dieses bunten Klangteppichs entsteht in diesem Jahr ein neuer, besonderer Ort für junge Stimmen: die GRÜNE STADTKLANG BÜHNE – initiiert vom Freiraumbüro Halle in Kooperation mit local heroes e.V., Streetwork Halle und der Kaffeerösterei Roy.
Der Platz vor dem Fahnenmonument, sonst eher ein stiller Ort im urbanen Raum, verwandelt sich für einen Tag in eine lebendige Bühne – mit Soulpop, Punkrock, Singer-Songwriter-Klängen und vielem mehr. Sechs junge Acts aus Halle und Sachsen-Anhalt werden hier zu hören sein. Und doch geht es bei diesem Projekt um mehr als Musik: Es geht um Sichtbarkeit, Teilhabe – und um das Sprechen über die leisen Sorgen hinter der lauten Bühne.
Denn was in der Öffentlichkeit gefeiert wird, hat hinter den Kulissen oft mit Hürden zu kämpfen. Zu wenig bezahlbare Proberäume, zu wenige Bühnen für Auftritte, lange Wartezeiten, mangelnde Information: Das sind die Anliegen, die Musikerinnen und Musiker immer wieder an das Freiraumbüro herantragen. Gerade junge Talente tun sich schwer, sich in einer Stadtlandschaft zu entfalten, die Raum und Resonanz zugleich braucht.
„Wir wollen nicht nur eine Bühne bieten – wir wollen ins Gespräch kommen“, so das Team des Freiraumbüros. Ziel sei es, den Austausch zwischen Musikschaffenden, Stadtgesellschaft und Institutionen zu fördern. In Zusammenarbeit mit local heroes e.V. wird zudem das Landesfinale der Newcomer-Bands Sachsen-Anhalt ausgetragen – ein weiterer Baustein für die kulturelle Nachwuchsförderung.
Das musikalische Programm ist vielseitig: Chanielle eröffnet um 16 Uhr mit warmem Soulpop, gefolgt von Medium Green und ihrem klassisch rockigen Sound. Anthony Ocean bringt Pop auf die Bühne, Paint the Ceiling sorgt mit Punkrock für energiegeladene Töne, Leander zeigt sich introspektiv als Singer-Songwriter, und den Abschluss macht Kissing Disease mit ihrer markanten New-Wave-Ästhetik.
Neben der Musik lädt die Kaffeerösterei Roy zum Verweilen ein – mit Spezialitäten aus der Region und dem versprochenen „gemütlichen Ambiente“, das zum Bleiben ebenso einlädt wie zum Zuhören.
„Kommt vorbei, hört zu, bleibt sitzen“ – so schlicht und schön ist die Einladung. Und vielleicht, so darf man hoffen, wächst aus dieser einen Bühne im Sommer ein dauerhaftes Gespräch über Räume, Chancen und die Zukunft der Musikstadt Halle.
→ Weitere Informationen zum Gesamtprogramm: www.fete-halle.de