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Stadt Halle und Universität erinnern an Fabian von Schlabrendorff – Ein Tag für den Widerstand

Zum Gedenken an das Attentat vom 20. Juli 1944 widmen die Stadt Halle (Saale) und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg dem halleschen Juristen und Widerstandskämpfer Fabian von Schlabrendorff am Samstag, den 26. Juli 2025, einen besonderen Thementag. Anlass ist die 81. Wiederkehr des missglückten Anschlags auf Adolf Hitler – und zugleich das Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren. Die Veranstaltung ist Teil des kulturellen Themenjahres „Stadt der Brücken. Kommen. Gehen. Bleiben.“

Schlabrendorff, 1907 in Halle geboren, studierte Rechtswissenschaften an der Martin-Luther-Universität und zählte später zum inneren Kreis des militärischen Widerstands gegen das NS-Regime. Als Verbindungsmann zwischen Henning von Tresckow und Claus Schenk Graf von Stauffenberg war er an den Vorbereitungen des Attentats maßgeblich beteiligt. Wie durch ein Wunder überlebte er die NS-Haftzeit und wurde nach dem Krieg Richter am Bundesverfassungsgericht.

Zweifache Würdigung an historischer Stätte

Der Thementag gliedert sich in zwei Teile: Um 15 Uhr lädt das Stadtmuseum Halle (Große Märkerstraße 10) zu einem dialogischen Vortrag mit dem Autor Mario H. Müller ein, der aus seiner 2023 erschienenen Biografie über Schlabrendorff liest. In seinem Werk beleuchtet Müller nicht nur die Biografie des Widerstandskämpfers, sondern stellt auch aktuelle Bezüge zu Fragen von Recht, Moral und Verantwortung in Demokratie und Diktatur her.

Am Abend, um 19:30 Uhr, folgt eine Gesprächsrunde in der Kustodie der Universität im Löwengebäude. Hier diskutieren Maria von Bismarck, die Tochter Schlabrendorffs, und Carl-Friedrich Wentzel, Enkel des 1944 hingerichteten Teutschenthaler Unternehmers Carl Wentzel, über die bleibende Bedeutung des Widerstands gegen das NS-Regime – und die Frage, was wir heute daraus lernen können. Moderiert wird das Gespräch von Vertretern aus Wissenschaft und Gesellschaft.

Gedenken als Brückenschlag

Der Thementag ist eingebettet in eine stadtweite Veranstaltungsreihe zum 80. Jahrestag des Kriegsendes in Halle. In insgesamt 13 Veranstaltungen – darunter Führungen, Lesungen und Vorträge – beleuchtet das Stadtmuseum gemeinsam mit Partnern aus dem Museumsnetzwerk historische Wendepunkte, individuelle Schicksale und Fragen des Erinnerns.

Gefördert wird der Thementag zur Person Fabian von Schlabrendorff von der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung wird empfohlen (buchung-stadtmuseum@halle.de).

Weitere Informationen sowie eine Übersicht über alle Veranstaltungen bietet die Stadt Halle auf ihrer Sonderseite zum Gedenkjahr unter: www.halle.de

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