Die Stadt hat ein umfassendes Sparkonzept vorgelegt, um ein Haushaltsdefizit von 150 Millionen Euro zu bewältigen. Das vom Landesverwaltungsamt geforderte Konsolidierungspapier umfasst 42 Maßnahmen. Bereits 2026 sollen rund 19 Millionen Euro eingespart werden. Die Stadt setzt dabei vor allem auf Steuer- und Gebührenerhöhungen sowie Einsparungen im ÖPNV und in der Verwaltung.
Schwerpunkte des Sparkonzepts
Steuern und Gebühren:
• Erhöhung der Gewerbesteuer (ca. +5 Mio. EUR jährlich)
• Anhebung der Kitagebühren ab August 2027
• Zusätzliche Gewinne aus städtischen Wohnungsunternehmen
• Erhöhung der Grundsteuer (ca. +2 Mio. EUR)
• Höhere Hundesteuer und Zweitwohnsitzsteuer
• Steigende Nutzungsentgelte für Sportstätten, Konzerthallen, Planetarium
Einsparungen bei ÖPNV und Verwaltung:
• Kürzungen bei den Halleschen Verkehrsbetrieben (HAVAG) in Höhe von 1,5 Mio. EUR – mögliches reduziertes Angebot
• Stellenabbau und Nichtnachbesetzungen in der Verwaltung
• Einsparungen durch längere Nutzung von IT-Technik und Reduktion von Fachliteratur-Abos
• Ziel: ca. 2,5 Mio. EUR Verwaltungseinsparungen
Weitere Schritte
Das Konzept soll in den kommenden Jahren weiter vertieft werden. Im März beraten Ausschüsse und Stadtrat über Details. Bis Mitte April muss die Stadt ein genehmigungsfähiges Konzept beim Landesverwaltungsamt einreichen.
Einordnung
Auch andere Kommunen in Sachsen-Anhalt, darunter Magdeburg, stehen vor finanziellen Lücken. Die Situation spitzt landesweit die Haushaltslage zu und führt zu weitreichenden Sparplanungen.
Quelle: MDR SACHSEN-ANHALT
2 comments on “Stadt Halle legt Sparkonzept für 150-Millionen-Euro-Defizit vor”
Kosten für Normalbürger werden erhöht, die Kosten für die Freizeitgestaltung der Eliten bleiben unangetastet. Sparen ja, aber bitte bei allen.
Oh, der Herr haben auf einmal die Interessen der Schwächeren entdeckt?