Zwei Varianten mit Pollern und Einbahnregelungen stehen zur Diskussion. Onlinebefragung läuft bis 31. Oktober.
Halle (Saale). Die Stadt Halle will die Verkehrsführung in der Kleinen Ulrichstraße verändern. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität in dem stark frequentierten Fußgängerbereich zu erhöhen und Gefährdungen durch sogenannte Show- und Poser-Fahrten zu verringern. Dazu hat die Stadt eine Onlinebefragung gestartet.
Befragt werden 25 anliegende Gewerbebetriebe, 265 Anwohnerinnen und Anwohner ab 16 Jahren sowie stichprobenartig Besucher der Straße. Zur Diskussion stehen zwei Varianten, die eine Einbahnstraßenregelung und versenkbare Poller vorsehen. Beide Varianten sollen zwischen 17 und 6 Uhr ein Durchfahrtsverbot ermöglichen.
Variante 1 sieht eine Einbahnstraße zwischen Bergstraße und Dachritzstraße vor. Versenkbare Poller sollen an beiden Einmündungen installiert werden. Weitere Poller sind an der Kleinen Schlossgasse vorgesehen, an Bölbergasse und Jägergasse sollen bestehende Poller verlegt werden. Für Anwohner mit Stellplatz soll die Zufahrt rund um die Uhr möglich bleiben. Vier Kfz-Stellplätze würden entfallen. Nach Bedarf könnten Behindertenparkplätze oder Flächen für Fahrradbügel entstehen.
Variante 2 würde die Einbahnstraße zwischen Moritzburgring und Dachritzstraße einrichten. Versenkbare Poller wären an den Einmündungen Moritzburgring und Dachritzstraße vorgesehen. Weitere Poller sollen an der Kleinen Schlossgasse und der Bergstraße hinzukommen, an Bölbergasse und Jägergasse würden sie verlegt. Bei dieser Variante würden 18 Kfz-Stellplätze entfallen. Auch hier soll die Zufahrt zu Stellplätzen von Anwohnern jederzeit möglich bleiben.
Die Stadt plant zudem, die Zufahrten in die abgehenden Seitenstraßen künftig über die Große Ulrichstraße zu führen. Der Gewerbeverkehr soll nach Angaben der Stadt im Rahmen der bisherigen Zufahrtsregelungen möglich bleiben.
Am Donnerstag, 1. Oktober, sollen ab 18 Uhr insgesamt 200 Informationszettel nach dem Zufallsprinzip an Passanten in der Kleinen Ulrichstraße verteilt werden. Sie enthalten Informationen, einen Link zur Onlinebefragung und einen Einmalcode. Die Anwohner und Gewerbetreibenden erhalten die Unterlagen per Post.
Die Befragung läuft bis zum 31. Oktober. Anschließend will die Stadt die Antworten auswerten.
Quelle: Stadt Halle (Saale)