Halle (Saale) – Die Handwerkskammer Halle bewertet die von der Bundesregierung beschlossene befristete Senkung der Energiesteuer auf Diesel und Benzin als unzureichend. Nach Angaben von Kammerpräsident Thomas Keindorf könne die Maßnahme die stark gestiegenen Kraftstoffpreise nur teilweise abfedern.
Die Bundesregierung hatte eine temporäre Reduzierung der Energiesteuer um 17 Cent pro Liter für einen Zeitraum von zwei Monaten beschlossen. Aus Sicht des Handwerks reiche dies nicht aus, da die Dieselpreise seit Beginn des Konflikts am Persischen Golf deutlich stärker gestiegen seien und ein großer Teil der Preissteigerung bestehen bleibe.
Keindorf kritisiert zudem die zeitliche Begrenzung der Maßnahme. Angesichts der langfristigen Auswirkungen globaler Krisen sei eine nachhaltige Entlastung der Betriebe notwendig, um Planungssicherheit zu gewährleisten.
Auch eine geplante steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie für Beschäftigte wird von der Handwerkskammer zurückhaltend bewertet. Viele Betriebe befänden sich in einer wirtschaftlich angespannten Lage, sodass zusätzliche freiwillige Zahlungen nur eingeschränkt möglich seien. Stattdessen fordert das Handwerk eine Verbesserung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen.
One comment on “Spritpreis: Keindorf reichen die staatlichen Förderungen nicht – er will mehr.”
Solche Stellungnahmen – finanziert über Zwandgsbeiträge der Mitgliedsbetriebe – sind eigentlich eine Unverschämtheit. Statt ständig nach dem Staat zu schreien (nach den Steurgeldern, die von den Arbeitnehmern erbracht werden): könnte er vielleicht auch mal seinen Mitgliedern erläutern, dass sie den Schuss hören sollen und auf Elektroantriebe umstellen können. Dann gibt es die probleme nicht mehr. Was für ein Dauerjammerlappen!