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Spektakuläre Kriminalfälle der 1990er Jahre

Zahlreiche Bücher über historische Verbrechen in der Region hat der Autor Bernd Kaufholz seit 1999 publiziert. Es wurden meist Bestseller des Mitteldeutschen Verlages. Nun hat Kaufholz zusammen mit dem ehemaligen Staatsanwalt Hendrik Weber weitere authentische Kriminalfälle zusammengetragen, die sich in Halle und dem Süden von Sachsen-Anhalt in den frühen 1990er Jahren ereignet haben.

Die Jahre nach der politischen Wende in der DDR waren von tiefgreifenden Veränderungen geprägt – auch auf die Struktur der Alltagskriminalität und der Strafverfolgung. Ein neues Tätigkeitsfeld war auch der Bereich der organisierten Kriminalität – insbesondere Prostitution, Schutzgelderpressung sowie Drogen- und Zigarettenhandel.

Insgesamt zehn Kriminalfälle umfasst die mdv-Neuerscheinung „Der Tod fuhr mit“. Den Auftakt macht mit „Kopfschuss im Bordell“ ein Mordfall, der sich 1994 in Halle ereignete und nach monatelangen Ermittlungen gelöst werden konnte. Andere Kriminalfälle führen auf einen halleschen Asiamarkt, auf den Hauptbahnhof oder in die Torstraße sowie ins Mansfelder Land, nach Meuserlengefeld, einem Ortsteil von Sangerhausen, oder nach Eisleben. Der titelgebende Kriminalfall „Der Tod fuhr mit“ behandelt ein Verbrechen aus dem Paulusviertel im Jahr 1997.

Das Autoren-Duo schildert die Kriminalfälle sehr realistisch, wobei es nicht nur auf die Motive der Täter eingeht, sondern auch Zeugen und Opfer charakterisiert. Darüber hinaus erhält der Leser ein Bild von den polizeilichen Ermittlungen. Die Neuerscheinung ist teilweise mit originalem Bildmaterial aus den Ermittlungsakten ausgestattet. Über 250 Seiten spannende und abwechslungsreiche Krimi-Lektüre.

Bernd Kaufholz / Hendrik Weber: „Der Tod fuhr mit – Authentische Kriminalfälle“, Mitteldeutscher Verlag Halle 2026, 20,00 €, 252 S., ISBN 978-3-68948-060-8

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