Mit den Herausforderungen des demokratischen Rechtsstaats im Umgang mit Terrorismus beschäftigt sich eine öffentliche Veranstaltung der halleschen SPD am Montag, 3. August 2026, im Adolf-Reichwein-Haus in Halle (Saale). Beginn ist um 18.30 Uhr, der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Mut zur Zukunft – Demokratie bewahren“, die sich dem politischen Wirken des früheren Bundeskanzlers Helmut Schmidt widmet. Im Mittelpunkt stehen die Ereignisse des sogenannten „Deutschen Herbstes“ im Jahr 1977, als die Rote Armee Fraktion (RAF) mit Entführungen und Morden den Staat unter Druck setzte.
Nach einer Einführung durch den Polizeibeamten Martin Wiechmann und den Polizeihistoriker Andrej Stephan soll insbesondere die Reaktion der damaligen Bundesregierung unter Helmut Schmidt diskutiert werden. Dabei geht es um die Frage, wie ein demokratischer Rechtsstaat terroristischen Bedrohungen begegnen kann, ohne rechtsstaatliche Grundsätze aufzugeben.
Auch die bis heute anhaltende Bedeutung der damaligen Ereignisse für die Debatten über Freiheit, Sicherheit und den Schutz der Demokratie soll thematisiert werden. Martin Wiechmann lehrt an der Fachhochschule der Polizei Sachsen-Anhalt in Aschersleben. Andrej Stephan forscht zur Geschichte der inneren Sicherheit in der Bundesrepublik und war an der Aufarbeitung der Frühgeschichte des Bundeskriminalamtes beteiligt.