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SPD Halle: Vorsitzender Marcel Dörrer tritt aus Partei aus

Schock auf der SPD- Mitgliederversammlung: Eigentlich wollte Vorsitzender Marcel Dörrer den Entwurf des Kommunalwahlprogramms vorstellen. Doch statt dessen erklärte er unter Tränen, er sähe keine Möglichkeit mehr, weiter Mitglied der Partei zu sein . Als Grund gab der langjährig in Sachen Homosexuellenpolitik aktive Politiker an, die Bundestagsfraktion habe für den als homophob geltenden CDU-Mann Stefan Harbarth in das Präsidium des Bundesverfassungsgericht gewählt. Harbarth halte die Ehe für alle für verfassungswidrig. Dörrer fühlt sich hier auch persönlich betroffen, er hat im letzten Jahr seinen Mann geheiratet.

Der Rücktritt war selbst für die übrigen Vorstandsmitglieder völlig unerwartet.

Die Amtsgeschäfte werden nun bis auf Weiteres von den beiden Stellvertretern Oliver Hartung und Roula Danilouli-Wunderlich geführt.

 

 

18 comments on “SPD Halle: Vorsitzender Marcel Dörrer tritt aus Partei aus”

  1. Tja, da haben sie auch den letzten verloren. Das Restpersonal kann ja unter Schulzpartei Deutschlands formieren. Da sind immerhin ein paar Prozente sicher.

  2. @hei-wu schau dir doch mal an, was die CDU schon für den Parteivorsitz vorkramen und ausgraben muss.

  3. Genug wunderliche Menschen die nichts mit Sozial zu tun haben. Das Ärgert mich nur partiell.

  4. Und die Karawane zieht weiter.
    Musste mich allerdings erst bei der MZ schlau machen, was der letzte Satz bedeutete.

  5. „Den Mann verstehe ich nicht, solche Posten werden doch nach Parteienproporz vergeben.“
    Das ist doch nicht Neues mehr, dass politische Überzeugungen nur als Mantel getragen werden. Hat er wohl nicht mitbekommen? Sieht man doch auch gerade in der Flüchtlingsfrage, Da spielen Frauenrechte auf einmal keine Rolle mehr.

  6. Ich verstehe, dass jemand seine Konsequenzen zieht, wenn es nicht mehr für ihn machbar ist.

    Ansonsten: Verfassungsrichter werden gut bezahlt, obwohl sie sich auf etwas beziehen, was es in Deutschland nicht gibt – eine Verfassung.

  7. Ach „nix idee“, du hast nicht einmal eine Ahnung von den Dingen, die du wissen könntest, wenn du wolltest.

  8. @teu, bist du unter die Reichsbürger gekommen, oder was sollte das jetzt mit der Verfassung? Sind die Ausdünstungen aus der Grube Teutschenthal vielleicht doch nicht so harmlos?

  9. Wer wegen Entscheidungen , die man nicht mittragen kann, aus einer Partei austritt, sollte nicht in die Politik gehen. Allerdings suchen solche Menschen schon länger nach einer Möglichkeit, ohne Gesichtsverlust austreten zu können, das wird wohl auch hier der Fall sein.

  10. @wolli,
    Mit der so begründeten Einstellung ist es letztlich beliebig, in welcher Partei man sich engagiert. Solche Menschen mag es zwar auch geben, doch meist gibt es doch schon inhaltliche Präferenzen, für den einen oder anderen Verein.

    (Fast) jeder Mensch hat irgendwo seine Grenzen. Schliesslich bist du ja auch irgendwann bei den Grünen ausgetreten.

  11. Das die Bundesrepublik ein Grundgesetz (GG) hat weis ich, hei-wu, von einer Verfassung ist mir allerdings nichts bekannt. Die sollte es allerdings irgendwann geben. Davon ist man aber abgekommen. Das solltest du wissen. Mit reichsbürgertum hat das nix zu tun. Die sind eine andere Kategorie.

  12. Das Prinzip „Verschaffst du mir einen Posten, verschaffe ich dir einen Posten“ mag seine Vorteile in einer politischen Ausgeglichenheit haben, jedoch sollte eine Partei auch eine Toleranzgrenze haben, wo sie sagt, dass ein Kandidat mit ihr nicht machbar ist. Versorgungsgründe für verdiente Parteiarbeiter sollten nach Möglichkeit außen vor bleiben.

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