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Sozialausgaben in Sachsen-Anhalt stark gestiegen: Pflege bleibt größter Posten – Pro-Kopf-Ausgaben bei 85 Euro

Die Sozialausgaben nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) sind in Sachsen-Anhalt im Jahr 2024 deutlich gestiegen. Wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte, beliefen sich die Gesamtnettoausgaben auf rund 183 Millionen Euro – das entspricht einem Zuwachs von 37 Millionen Euro beziehungsweise 25,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rein rechnerisch wurden somit 85 Euro pro Einwohnerin und Einwohner für Sozialhilfe aufgewendet.

Der mit Abstand größte Kostenfaktor war die Hilfe zur Pflege, die allein 59,4 Prozent der Gesamtausgaben ausmachte. Mit 109 Millionen Euro stiegen die entsprechenden Leistungen um über 30 Prozent gegenüber 2023. Besonders ins Gewicht fiel die Pflege in stationären Einrichtungen, für die 88 Millionen Euro aufgebracht wurden.

Auch die Ausgaben für die Hilfe zum Lebensunterhalt legten zu: Sie beliefen sich auf mehr als 47 Millionen Euro und machten damit rund ein Viertel der Gesamtausgaben aus. Diese Leistungen richten sich an nicht erwerbsfähige hilfebedürftige Menschen und dienen der Sicherung des täglichen Bedarfs sowie der sozialen Teilhabe. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Anstieg um 11,5 Prozent.

Für Krankenbehandlungen und gesundheitsbezogene Hilfen wurden über 22 Millionen Euro ausgegeben. Dazu zählen etwa präventive Maßnahmen, Hilfen zur Familienplanung sowie die Übernahme von Versicherungsbeiträgen.

Stabil blieben hingegen die Ausgaben für besondere Lebenslagen, zu denen unter anderem Blindenhilfe, Hilfen zur Weiterführung des Haushalts oder Bestattungskosten zählen. Sie lagen wie in den Vorjahren bei rund 5 Millionen Euro.

Die vollständigen Daten sind über das Internetangebot des Statistischen Landesamts Sachsen-Anhalt abrufbar: statistik.sachsen-anhalt.de
Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung Nr. 207/2025 vom 29.07.2025

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