Halle (Saale) – In Sachsen-Anhalt sind im Jahr 2024 insgesamt 8.696 Menschen aufgrund eines Schlaganfalls vollstationär in Krankenhäusern behandelt worden. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt hervor, die anlässlich des bundesweiten Aktionstags gegen den Schlaganfall am 10. Mai veröffentlicht wurden.
Von den Betroffenen waren 4.020 Frauen und 4.676 Männer. Besonders deutlich zeigt sich der Zusammenhang zwischen Alter und Erkrankungsrisiko: Mehr als die Hälfte der Patientinnen und Patienten (51 %) war älter als 75 Jahre, weitere 43 % lagen im Alter zwischen 50 und 75 Jahren. Nur 6 % der Behandelten waren jünger als 50 Jahre.
Die Daten unterstreichen auch die Bedeutung einer schnellen medizinischen Versorgung. Während in den beiden Großstädten Sachsen-Anhalts 96 % der Bevölkerung innerhalb von 15 Minuten ein Krankenhaus mit neurologischer Fachabteilung erreichen können, ist die Lage im ländlichen Raum deutlich schwieriger. In Mittelstädten liegt dieser Anteil bei 42 %, in größeren Kleinstädten bei 17 % und in kleineren Gemeinden lediglich bei 13 %.
Insgesamt wurden die Schlaganfallpatientinnen und -patienten in 44 Krankenhäusern des Landes versorgt. Die Statistik macht deutlich, dass neben Prävention vor allem eine gute Erreichbarkeit medizinischer Einrichtungen entscheidend für die Versorgung ist.
Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung Nr. 107/2026, 6. Mai 2026