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„Schkopau soll Wasserstoff-Zukunft sichern !“ Grüne warnen vor Rückschritt bei Kraftwerksplänen

Die Einigung der Bundesregierung mit der EU-Kommission über den Bau neuer Gaskraftwerke stößt bei den Grünen in Sachsen-Anhalt auf Kritik. Sebastian Striegel, energiepolitischer Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, wirft Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vor, den von ihrem Vorgänger eingeschlagenen Kurs zur schnellen Umstellung auf Wasserstoff zu verwässern.

Zwar bleibe der geplante Ausbauumfang von zehn Gigawatt bestehen, doch das neue Konzept lasse zu, dass Kraftwerke bis 2045 mit fossilem Erdgas betrieben werden dürfen. Striegel spricht von einem gefährlichen Rückschritt: Die verlängerte Nutzung von Gas bedrohe die Klimaziele, zementiere fossile Abhängigkeiten und verschiebe Risiken auf kommende Generationen.

Besonders mit Blick auf den Industriestandort Schkopau fordert Striegel ein klares Bekenntnis zur Wasserstoffstrategie. Neue Kraftwerke müssten von Beginn an vollständig auf eine spätere Nutzung von grünem Wasserstoff ausgelegt sein und schnell umgerüstet werden können. Mitteldeutschland verfüge über bestehende Netze, Industrieflächen und technisches Know-how – ideale Voraussetzungen für eine Wasserstoffdrehscheibe. Schkopau könne dabei eine Schlüsselrolle einnehmen. Das Land müsse diese Interessen nun entschlossen auf Bundesebene vertreten.

Striegel warnt zudem davor, Versorgungssicherheit als Begründung für ein Festhalten an fossilen Übergangslösungen zu nutzen. Investitionen in Erdgas fehlten dann beim Ausbau erneuerbarer Energien, bei Speichern und Netzinfrastruktur. Die Energiewende sei kein politisches Schlagwort, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit – und Sachsen-Anhalt könne Vorreiter sein, wenn frühzeitig auf Zukunftstechnologien gesetzt werde.

One comment on “„Schkopau soll Wasserstoff-Zukunft sichern !“ Grüne warnen vor Rückschritt bei Kraftwerksplänen”

  1. Strompreise 2025 (je Kilowattstunde): Deutschland 38ct, Frankreich 23ct, USA 18ct, China 7ct, …
    De-Industrialisierung ist kein politisches Schlagwort, sondern die Gefährdung des Wohlstandes der Nachfolgegeneration.
    Im grünen Weltbild der Politologen stören Zahlen.

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