Pendler und Reisende zwischen Halle und Kassel müssen sich in den kommenden Wochen mal wieder auf längere Fahrzeiten einstellen. Der Schienennetzbetreiber DB InfraGO setzt die umfassende Modernisierung der stark frequentierten Bahnstrecke fort. Den Auftakt bildet eine Vollsperrung des Abschnitts zwischen Sangerhausen und Leinefelde von Freitag, 16. Januar, bis einschließlich Donnerstag, 12. März 2026.
Während der achtwöchigen Bauphase ist der Zugverkehr auf diesem Streckenabschnitt vollständig eingestellt. Die Regionalexpress-Linien RE 8 und RE 9 sowie die Regionalbahn RB 57 zwischen Nordhausen und Heilbad Heiligenstadt werden durch Busse ersetzt.
Für die Fahrgäste ist ein differenziertes Ersatzkonzept vorgesehen. Stündlich verkehren Expressbusse zwischen Sangerhausen und Leinefelde mit Zwischenhalten in Roßla, Berga-Kelbra und Nordhausen. Zweistündlich werden zusätzliche Halte in Bennungen und Wallhausen bedient. Ergänzend dazu fahren im Zweistundentakt Busse von Berga-Kelbra nach Leinefelde mit weiteren Zwischenstopps unter anderem in Görsbach, Heringen, Wolkramshausen, Bleicherode Ost und Sollstedt. Zudem verkehren zweistündliche Busse zwischen Nordhausen und Leinefelde mit Halt an allen Unterwegsstationen.
In Sangerhausen und Leinefelde bestehen Anschlüsse an weiterführende Zugverbindungen. Dennoch verlängert sich die Fahrzeit zwischen beiden Orten mit den Expressbussen um etwa 45 Minuten. Um den Umstieg zu erleichtern, stehen an beiden Bahnhöfen Mitarbeitende des Bahnunternehmens für Auskünfte bereit.
Nach Abschluss dieses ersten Bauabschnitts soll der Zugverkehr ab dem 13. März wieder planmäßig laufen. Weitere Sperrungen auf der Strecke zwischen Halle und Kassel sind für den Sommer und Herbst angekündigt.