Die Bundesanwaltschaft hat heute die Wohnungen von neonazistischen Aktivisten in vier Bundesländern – u.a. auch in Sachsen-Anhalt durchsucht. Sie wirf der neonazistischen Gruppe „Wolfsbrigade“ vor, unter dem Namen „Sturmbrigade“ eine kriminelle Vereinigung geschaffen zu haben.
Dazu erklärte David Begrich, Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V.: „Bei der Wolfsbrigade handelt es sich um einen neonazistischen Personenzusammenschluss, der bereits 2018 in einer Serie rechtsextremer Demonstrationen in Köthen öffentlich in Erscheinung trat. Die Ermittlungen zeigen, dass gewaltbereite neonazistische Gruppen wie die Wolfsbrigade überregional vernetzt agieren und zum Kern des Mobilisierungspotentials der rechten Szene gehören. In diesen Zusammenschlüssen gab es in den zurückliegenden drei Jahren einen Radikalisierungsprozess, der die Gewaltbereitschaft gegenüber Migranten und politischen Gegnern gesteigert hat. Ein wesentliche Rolle spielten dabei Vernetzung und Kommunikation in den sozialen Netzwerken.“
Begrich ergänzte: „Eine mögliche Gefährdung geht sowohl von Einzelpersonen aus dem Umfeld solcher Netzwerke als auch von den Gruppen selbst aus.“ In diesem Zusammenhang erinnerte er an die diversen Waffenfunde, das Anlegen so genannter Feindlisten und rechtsterroristischen Anschläge der letzten Monate.
2 comments on “Sachsen-Anhalts Naziszene überregional vernetzt und radikalisiert sich zunehmend”
Mit Feindlisten sind sicher die in der AFD kursierenden Mordlisten gemeint, die den Bundesinnenminister zum sofortigen Abbruch des Sommerurlaub nötigten?
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.25000-gehackte-adressen-bei-rechtsterroristen-afd-abgeordneter-bereut-versendung-der-nordkreuz-liste.0d5e9ee6-6d17-4bf3-b6db-2398987ec68f.html
Ähm, genau, du roter Aluhut. Todeslisten wie die der Telekom. Telefonbuch sagte man früher zu diesen. Jede dort benannte reale Person ist des Todes (früher oder später).