Sachsen-Anhalt will das Sonntags- und Feiertagsfahrverbot für Lastwagen trotz der anhaltenden Hitze und niedriger Wasserstände nicht vorübergehend aufheben. Das Verkehrsministerium teilte mit, eine Lockerung sei derzeit nicht geplant. Damit ist Sachsen-Anhalt nach Angaben des MDR das einzige Bundesland, das das Fahrverbot angesichts der aktuellen Niedrigwasserlage nicht aussetzt.
In vielen anderen Ländern wurden die Regelungen gelockert, weil Güterschiffe wegen der niedrigen Pegelstände großer Flüsse ihre Ladung nur eingeschränkt transportieren können. Das Verkehrsministerium Sachsen-Anhalts verweist dagegen auf die zusätzliche Belastung der Straßen, insbesondere während der Hauptreisezeit. Zudem sei unklar, ob ausreichend Fahrer für zusätzliche Transporte zur Verfügung stünden.
Für dringende Transporte können die Behörden bereits heute Ausnahmegenehmigungen erteilen. Auf Autobahnen ist Transitverkehr weiterhin möglich.
Das Land setzt stattdessen auf eine bessere Anpassung der Wasserstraßen und der Logistik an die veränderten klimatischen Bedingungen. Besonders die Elbe, der Mittellandkanal und der Elbe-Seitenkanal müssten dabei stärker berücksichtigt werden.
Sachsen-Anhalt bleibt damit bei seiner bisherigen Linie. Sachsen hatte dagegen am Mittwoch eine befristete Ausnahme vom Sonntagsfahrverbot bis zum 31. August beschlossen.
Quelle: MDR Sachsen-Anhalt, 14. August 2026