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Sachsen-Anhalt gewährt Klima-III-Fördermittel für Dessau-Roßlau zur Hitzevorsorge und Klimaanpassung

In Dessau-Roßlau hat Umweltminister Prof. Dr. Armin Willingmann zwei Klima-III-Förderbescheide im Gesamtumfang von 862.920 Euro an die Stadt überreicht. Die Mittel stammen aus dem Landesprogramm Klima III und zielen darauf ab, Hitzevorsorge auf Spielplätzen zu verbessern sowie Maßnahmen zur Klimaanpassung im Gartenreich Dessau-Wörlitz umzusetzen.

Die Stadt erhält 693.000 Euro für die klimafreundliche Umgestaltung von fünf stark hitzebelasteten Spielplätzen. Geplant sind unter anderem das Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern sowie der Einsatz von Schattier-Elementen wie Weidentipis, berankten Schattendächern und kleinen Holzhütten. Der städtische Eigenanteil beträgt 77.000 Euro; das Gesamtvolumen beläuft sich damit auf 770.000 Euro. Ziel ist es, die thermische Belastung an heißen Tagen zu senken, das Mikroklima zu verbessern, die Biodiversität zu stärken und die Aufenthaltsqualität für Kinder, Jugendliche und Familien zu erhöhen. Zuschüsse beinhalten zudem sozial-pädagogische Mitmach-Angebote, bei denen Kinder und Jugendliche an der Gestaltung der Spielplätze beteiligt werden.

Der weitere Förderbescheid beläuft sich auf 169.920 Euro, mit einem städtischen Eigenanteil von 19.080 Euro, insgesamt 189.000 Euro. Der Vordere Tiergarten, Teil des UNESCO-Welterbes Gartenreich, dient dem Stadtklima, der Biodiversität und dem Hochwasserschutz. Durch den Klimawandel verursachte Trockenjahre und Sturmschäden belasten die Anlage, weshalb Maßnahmen zur Klimaresilienz, Sanierung geschädigter Baumbestände und Neupflanzungen vorgesehen sind, um das historische Landschaftsbild langfristig zu sichern.

Das Programm Sachsen-Anhalt Klima III wurde Mitte 2024 gestartet. Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stehen bislang 35 Millionen Euro für Investitionen von Kommunen in Starkregenmanagement und Klimaresilienz bereit. Seit Beginn der Förderung wurden 40 Vorhaben mit insgesamt 21,8 Millionen Euro bewilligt.

Wetterseitig war 2025 in Sachsen-Anhalt erneut durch überdurchschnittliche Temperaturen und teils Trockenheit geprägt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes betrug die Jahresmitteltemperatur 2025 in Sachsen-Anhalt 10,1 °C, 1,4 °C über dem Klimamittel; der Jahresniederschlag lag bei 460 l/m², etwa 16 Prozent unter dem Durchschnitt.

Willingmann betonte, dass die Anpassung an den Klimawandel eine fortlaufende Aufgabe bleibe und das Land die Kommunen dabei nicht allein lasse. Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Dr. Robert Reck äußerte, dass die Fördermittel helfen würden, Klimaanpassungsmaßnahmen zu realisieren, die unmittelbare Vorteile für Bürgerinnen und Bürger brächten, insbesondere für Kinder beim Spielen im Freien sowie zur Erhaltung von Erholungsräumen.

3 comments on “Sachsen-Anhalt gewährt Klima-III-Fördermittel für Dessau-Roßlau zur Hitzevorsorge und Klimaanpassung”

  1. Anpassung an Bevölkerungswachstum und Wohlstandsmehrung seit Beginn der Industrialisierung wäre wichtiger.

  2. Die Einwohnerzahl hat sich in Deutschland seit 1850 verdoppelt. Was soll ich vorhaben, es ist so geschehen.

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