Sachsen-Anhalt konnte auch im Jahr 2024 einen Wanderungsgewinn verzeichnen – zum nunmehr elften Mal in Folge. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, ergab sich aus der Differenz von Zuzügen und Fortzügen ein positiver Saldo von 12 882 Personen. Damit fiel der Zuwachs zwar deutlich geringer aus als im Rekordjahr 2022 mit über 40 000 Personen, doch die Tendenz bleibt positiv.
Insgesamt zogen im vergangenen Jahr 66 166 Menschen nach Sachsen-Anhalt, während 53 284 Personen dem Bundesland den Rücken kehrten. Den größten Anteil am Wanderungsgewinn stellten ausländische Staatsbürger: 11 343 Personen aus dem Ausland siedelten sich netto in Sachsen-Anhalt an. Der Gewinn unter deutschen Staatsangehörigen belief sich auf 1 539 Personen.
Die Zahlen belegen einen anhaltenden Trend: Innerhalb der vergangenen elf Jahre entschieden sich 695 122 Menschen dafür, ihren Hauptwohnsitz nach Sachsen-Anhalt zu verlegen, während 572 476 Personen das Land verließen. Der Wanderungssaldo in diesem Zeitraum beträgt 122 646 Personen – ein Zeichen dafür, dass das Bundesland an Attraktivität gewinnt, insbesondere für Zuziehende aus dem Ausland.
Gleichwohl ist der Rückgang gegenüber dem Vorjahr nicht zu übersehen. 2023 lag der Wanderungsgewinn noch um über 3 000 Personen höher. Ob sich die Dynamik damit abschwächt oder ob es sich um eine kurzfristige Delle handelt, bleibt abzuwarten.
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2 comments on “Sachsen-Anhalt bleibt Zuzugsland – Wanderungsgewinn auch 2024. Elftes Jahr in Folge positive Bilanz – Zuwachs schwächer als in Vorjahren”
Sachsen-Anhalt ist ein Zuwanderungsland und Halle verliert Einwohner – irgendwie eigenartig.
Dabei hat Halle doch soviel zu bieten, sagt der nette Herr Vogt -und zählt Dinge auf die seit Jahrzehnten in Halle existent sind. Was stimmt hier eigentlich nicht ? Besonders viele Zuziehende aus dem Ausland kommen nach LSA – anscheinend ist Halle für sie nicht besonders attraktiv – woran das wohl liegt ?
Das ist nicht eigenartig. Die Zuwanderung kann die Sterbezahlen nicht ausgleichen.