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Sachsen-Anhalt bleibt Hochrisikogebiet für Krebssterblichkeit – trotz Rückgang der Todesfälle


Die Krebssterblichkeit in Sachsen-Anhalt bleibt im bundesweiten Vergleich weiterhin sehr hoch. Zwar starben 2024 57 Frauen und 269 Männer weniger an Krebs als im Vorjahr, doch mit 376 Todesfällen je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner liegt das Land erneut an der Spitze – nur Mecklenburg-Vorpommern meldete noch höhere Werte. Der Bundesdurchschnitt betrug 2024 276 Fälle.

Insgesamt 3 585 Frauen und 4 453 Männer aus Sachsen-Anhalt verstarben an einem Krebsleiden. Damit war jede fünfte Frau und mehr als jeder vierte Mann von dieser Todesursache betroffen. Über die Hälfte der Verstorbenen war älter als 75 Jahre. Zwei Jungen starben im Kindesalter. Das mittlere Sterbealter lag bei 74,4 Jahren; Männer starben im Durchschnitt früher als Frauen.

Besonders häufig waren bösartige Neubildungen der Verdauungsorgane. 2 716 Menschen starben 2024 an Krebsarten wie Darm-, Bauchspeicheldrüsen-, Magen- oder Leberkrebs. 1 509 Personen erlagen einem Lungenkarzinom, überwiegend Männer. Bei Frauen war Brustkrebs für 539 Todesfälle verantwortlich, bei Männern Prostatakrebs für 559.

Die Krankenhäuser im Land behandelten 2024 insgesamt 18 353 Frauen und 24 634 Männer stationär wegen einer Krebserkrankung. Die durchschnittliche Verweildauer lag bei 7,4 Tagen. Auch hier stellten Tumoren der Verdauungsorgane den größten Anteil.

Der Weltkrebstag am 4. Februar soll die Bedeutung von Prävention, Forschung und früher Diagnostik betonen – ein Thema, das Sachsen-Anhalt angesichts seiner hohen Sterblichkeitswerte weiterhin besonders betrifft.

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