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Sachsen-Anhalt bleibt bei Investitionen Schlusslicht

Die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt hat im Jahr 2022 so viel investiert wie seit über zwei Jahrzehnten nicht mehr. Nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder belief sich das Investitionsvolumen auf insgesamt 15,7 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 0,7 Milliarden Euro bzw. 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es ist der höchste Stand seit dem Jahr 2000.

Der Schwerpunkt der Investitionen lag mit 8,3 Milliarden Euro im Bereich neuer Bauten. Besonders aktiv zeigten sich hier die Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleistungen sowie das Grundstücks- und Wohnungswesen mit 4,5 Milliarden Euro. Weitere 1,8 Milliarden Euro flossen in öffentliche und sonstige Dienstleistungen, darunter Bildung und Gesundheit.

In neue Ausrüstungen und Anlagen, etwa Maschinen und Fahrzeuge, wurden 7,4 Milliarden Euro investiert. Davon entfielen 3,9 Milliarden Euro auf den Dienstleistungsbereich, 3,0 Milliarden Euro auf das Produzierende Gewerbe und 0,5 Milliarden Euro auf Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei.

Trotz des Anstiegs blieb Sachsen-Anhalts Investitionstätigkeit hinter dem Bundesdurchschnitt zurück: Bundesweit stiegen die Investitionen um 9,3 Prozent, in Sachsen-Anhalt nur um 4,4 Prozent. Ausschlaggebend war unter anderem ein Rückgang im Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie im Verarbeitenden Gewerbe.

Die Bruttoanlageinvestitionen, die auch Käufe und Verkäufe gebrauchter Anlagen umfassen, beliefen sich auf 15,3 Milliarden Euro – das entspricht 1,8 Prozent der gesamtdeutschen Investitionen.

k

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