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Saalekreis bleibt industrielles Energiezentrum Sachsen-Anhalts

In den Werkhallen und Produktionsstätten entlang der Saale rauscht unermüdlich die Kraft der Maschinen – getragen von Energie, die seit jeher den Takt der Industrie bestimmt. Auch im Jahr 2024 blieb der Saalekreis ein Herzstück des industriellen Energieverbrauchs in Sachsen-Anhalt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, entfielen 65 Millionen Gigajoule auf die Industriebetriebe des Kreises – das sind 29 Prozent des gesamten industriellen Energiebedarfs des Landes. Zwar sank der Verbrauch gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent, doch bleibt der Saalekreis damit weiterhin Spitzenreiter.

Landesweit betrug der industrielle Energieverbrauch 227 Millionen Gigajoule, ein Anstieg um drei Prozent. Besonders stark wuchs der Bedarf im Landkreis Wittenberg, wo mit 42 Millionen Gigajoule ein Plus von 20 Prozent verzeichnet wurde. Salzlandkreis und Burgenlandkreis folgten mit 31 beziehungsweise 21 Millionen Gigajoule.

Erdgas blieb 2024 der wichtigste Energieträger der Industrie. Mit 91 Millionen Gigajoule deckte es 40 Prozent des gesamten industriellen Energieverbrauchs Sachsen-Anhalts ab – ein deutlicher Anstieg um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch im Saalekreis prägt Erdgas das industrielle Bild: 12 Millionen Gigajoule entfielen hier auf diesen Energieträger, ein Plus von 21 Prozent. Strom folgte mit einem Anteil von 16 Prozent.

Mehr als ein Siebtel des gesamten Energieverbrauchs des Landes entfiel auf elektrische Energie – 9.741 Millionen Kilowattstunden. Erneuerbare Energien und Wärme lagen jeweils bei zehn Prozent, während Stein- und Braunkohle sieben Prozent beitrugen.

Besonders energieintensiv zeigte sich erneut die chemische Industrie: Mit 94 Millionen Gigajoule vereinte sie 41 Prozent des gesamten industriellen Energieverbrauchs Sachsen-Anhalts auf sich. Auch hier dominierte Erdgas mit einem Anteil von 59 Prozent. Die Papier- und Pappeherstellung folgte mit 24 Millionen Gigajoule.

So zeichnen die Zahlen ein vertrautes Bild: Industrie und Energie bleiben in Sachsen-Anhalt eng verwoben – wie Zahnräder in einem alten Uhrwerk, das die Gegenwart antreibt und doch seine Kraft aus jahrzehntelang gewachsenen Strukturen schöpft. Der Saalekreis steht dabei weiterhin als tragende Säule dieser industriellen Landschaft.

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