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Saale Bulls verlieren erstes PlayOff-Spiel mit 1:3

Für die Saale Bulls begann am Freitagabend die spannendste und wichtigste Zeit der Saison. Mit einem Heimspiel im Sparkassen-Eisdom starteten die Playoffs der Eishockey Oberliga. Aufgrund der Verzahnung mit der Oberliga Süd und als Folge der Platzierungen in den Ligen heißt der Gegner im Achtelfinale Eisbären Regensburg. Und natürlich wollten die Saale Bulls mit einem Sieg vor heimischem Publikum in die Serie (best of five) starten.

Beiden Teams war von Beginn an anzumerken, dass sie um die Bedeutung dieser KO-Runde wussten. Jedem war klar, dass alles was war nichts mehr zählt, die Karten werden ab sofort neu gemischt. Die Saale Bulls und die Eisbären Regensburg standen sich in dieser Formation das erste Mal gegenüber und so musste man sich erstmal aufeinander einstellen. Doch nach kurzem Abtasten wurde es für Cerveny und Holmgren in den Toren schon gefährlich, denn beide Seiten erkämpften sich sehr gute Chancen, um in Führung zu gehen.

Mit fortschreitender Zeit waren es aber die Gäste, welche das Spiel mehr und mehr an sich zogen und sich die entscheidenden Vorteile auf dem Eis sicherten. Bei den Gastgebern herrschte zum Teil doch spürbare Unsicherheit und so gaben sie den Eisbären unnötig oft Gelegenheit zu Torschüssen. Diese dankten es leider in der 13. Spielminute mit dem Führungstreffer durch Flache. Der Schuss wurde zwar noch abgewehrt, aber dann sprang der Puck über die Kelle und dahinter ins Tor. Dieser Rückstand weckte die Saale Bulls aber erst auf und sie fanden mit guten Aktionen zurück ins Spiel.
Bis zur ersten Pause konnten sie sich zwar noch einige gute Torchancen herausspielen, aber leider ließen sie auch eine Überzahl ungenutzt liegen – der Puck wollte nicht über die rote Linie gehen bzw. wurde immer wieder durch den überragend aufgelegten Holmgren gestoppt. Kurz vor der Pausensirene gab es noch etwas Aufregung, als Suchomer bei der Verteidigung gegen einen Angriff der Eisbären bei einer unabsichtlichen Berührung plötzlich verletzt auf dem Eis liegen blieb und vorzeitig in die Kabine musste.

Im zweiten Abschnitt mussten die Bulls weiter dem 0:1 Rückstand hinterherrennen und waren um den Ausgleich bemüht. Doch diese Bemühungen machten sie sich ein ums andere Mal mit Strafzeiten selber kaputt und mussten in Unterzahl verteidigen. Aber auch ohne Überzahl machten die Eisbären in den ersten Minuten des zweiten Drittels mehr Druck als die Gastgeber. Und dies zahlte sich in der 26. Minute mit dem Treffer von Kronawitter aus, als er nach einer schönen Kombination unhaltbar für Cerveny zum 0:2 einnetzte.
Die zweite Hälfte des Drittels ging dann wieder klar an die Saale Bulls. Sie markierten zahlreiche gute Torschüsse und auch das Zusammenspiel untereinander gewann an Qualität. Doch eines blieb unverändert – es fehlte weiterhin das Quäntchen Glück im Abschluss. Im weiteren Spielverlauf nahm aber auch die Härte auf dem Eis zu, so gerieten Alt und Striepeke hinter dem Tor der Eisbären aneinander und trugen dies auch mit den Fäusten aus. Dafür durften beide für 2+2 Minuten plus 10 Minuten Disziplinarstrafe in die Kühlbox. Die Uhr lief weiter gegen die Gastgeber und zu allem Überfluss kassierten sie kurz vor der letzten Pause auch noch eine völlig unnötige Strafzeit, so dass sie in den dritten Abschnitt in Unterzahl starten mussten.

So mussten die Bulls zunächst weiter mit aller Kraft verteidigen, um einen weiteren Gegentreffer zu verhindern, bevor man selber wieder in den Angriff wechseln konnte. Dies gelang den Bulls sehr gut und Stück für Stück holten sie sich nun das Spiel von den Eisbären zurück. Das richtige Signal zum Schlussspurt kam in der in der 49. Minute, als Tarasuk genau richtig stand und den Puck zwischen den Spielern beider Mannschaften gekonnt hindurchzirkelte. Die schwarze Scheibe landete nun endlich im Netz und die Bulls verkürzten auf 1:2. Nun drehten sie noch einmal richtig auf, wohlwissend, dass das Spiel noch nicht verloren ist. Ein erneuter Torjubel blieb ihnen jedoch verwehrt, das Quäntchen Glück war schnell wieder gegangen nachdem es so lange gedauert hatte, bis es überhaupt im Spiel der Bulls angekommen war.
Auch das Herausnehmen von Cerveny zugunsten des zusätzlichen Feldspielers und eine Auszeit brachten nicht mehr den taktischen Vorteil, um den wichtigen Ausgleich zu holen. Jedoch verstanden die Gäste das verwaiste Tor der Bulls als Einladung und Mangold machte mit seinem Empty Net 20 Sekunden vor dem Ende den Sack endgültig zu.

Somit endete die erste Partie der Playoffs mit einer bitteren 1:3 Niederlage für die Saale Bulls und die Eisbären Regensburg gehen damit in der Serie mit 1:0 in Führung. Doch bereits am Sonntag haben die Saale Bulls die Gelegenheit zurückzuschlagen und auswärts in Regensburg mit einem Sieg die Serie wieder ausgleichen. Alles ist möglich!

PZ
mit Material der Saale Bulls

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