Zum letzten Spiel der Meisterrunde hatte der frisch gekürte Vizemeister der Oberliga Nord noch einmal eine ordentliche Strecke Weg vor sich, denn es ging zum Meister Tilburg Trappers in die Niederlanden. Damit schlossen der Erste und Zweite der Oberliga Nord die Runde gegeneinander ab. Für beide ging es in diesem Aufeinandertreffen tatsächlich um nichts mehr, dennoch wollte sich keiner die Blöße eines Punktverlustes geben und aus einem guten Spiel das entsprechend gute Gefühl mit hinüber in die Playoffs nehmen.
Die Trappers begannen stark und machten – wie auch in den vergangenen Spielen- von Anfang an klar, wer der Hausherr ist. So bekam Beech im Tor der Bulls nach dem Anbully sofort ordentlich was zu tun. Die Tilburger präsentierten sich sehr aktiv auf dem Eis und nach etwas mehr als drei Minuten gingen sie mit dem Tor von Bruijsten auch in Führung. Zwar rannten die Bulls nun schon sehr früh einem Rückstand hinterher, aber durch vermehrt gute Angriffe kamen sie nun auch immer besser ins Spiel. Dabei ließen sie aber auch hinten kaum noch etwas zu, obwohl Tilburg den Druck im Drittel der Bulls immer wieder erhöhte. Die Bulls-Verteidger und vor allem Torwart Beech leisteten hier hervorragende Arbeit. Mit gutem Forechecking konnte Halle die schwarze Scheibe immer wieder von den Niederländern gewinnen, beim Abschluss scheiterten aber auch sie an der Verteidigungslinie der Trappers. Damit blieb es bis zur ersten Pause beim 1:0.
Es war noch alles offen in der Partie und im zweiten Drittel suchten die Bulls in der wieder äußerst körperbetonten Partie ihre Chancen, taten sich jedoch noch schwer, diese auch in Zählbares umzuwandeln. Erst in der 26. Spielminute gelang Rypar der inzwischen durchaus verdiente Ausgleichstreffer. Das passte den Hausherren gar nicht und die Trappers erhöhten sofort wieder ihr Tempo und damit den Druck auf die Bulls. Bereits in der 27. Minute war das von Erfolg gekrönt: als Beech in der einen Ecke klären konnte, kam der Puck dank eines Rückhandschusses von Hermens wieder zurück vor das Tor der Bulls und van den Heuvel musste nur noch den Schläger zum Verlängern hinhalten. Somit waren die Tilburger wieder im Vorteil, hatten aber auch noch lange nicht genug. Doch auch die Bulls waren weiter im Angriff und konnten dabei ein ums andere Mal nur durch harte Aktionen gestoppt werden. In der 30. Minute erwischte es Zuravlev vor dem generischen Tor und den Bulls wurde ein Penalty zugesprochen, welchen diese jedoch nicht für den erneuten Ausgleich nutzen konnten.
In der 32. Minute mussten die Niederländer ihren Torhüter wechseln und Leeuwesteijn übernahm im Kasten. Doch auch diese Phase konnten die Bulls nicht für sich ausnutzen. Tilburg setzte sich dafür immer wieder im Drittel der Gäste fest und die Verteidiger der Bulls bekamen mehr zu tun, als ihnen lieb war. Und während die Bulls wieder durch starkes Penaltykilling glänzten, nutzte Tilburg die kurzen Phasen des Durchatmens nach überstandener Unterzahl. Dann nämlich wenn die Bulls wieder selber in den Angriff überging, taten sich für die Gastgeber Räume zum Kontern auf und Collier nutzte einen solchen für den Treffer zum 3:1.
Im letzten Abschnitt machten die Bulls im Angriff weiter und die Aktionen auf dem Eis nahmen an Härte zu. Trauriger Höhepunkt bildete dabei ein Check gegen Schmitz in der 55. Minute, der daraufhin verletzt länger auf dem Eis liegen blieb. Da aus dieser Aktion weitere Handgreiflichkeiten folgten, mussten beide Teams einen Spieler auf die Strafbank schicken. Unbeirrt von dieser Aktion lief der Angriff der Bulls auch in den letzten Spielminuten weiter, aber auch das Herausnehmen von Beech zugunsten eines weiteren Feldspielers brachte nicht mehr den erhofften Erfolg.
Somit endete die letzte Partie der Meisterrunde doch mit einer 1:3-Niederlage zu Lasten der Bulls. Nun heißt es, eine Woche Kräfte sammeln und auf die am Freitag beginnenden Playoffs vorbereiten. Die Bulls treffen dann im Best-of-Five-Modus auf die Eisbären Regensburg, wobei aufgrund der besseren Platzierung die Bulls Heimrecht haben.
PZ
mit Material der Saale Bulls