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Rückläufige Exporte und steigende Importe – Sachsen-Anhalt im Außenhandel 2025

Der Außenhandel Sachsen-Anhalts verzeichnete im Zeitraum von Januar bis September 2025 eine gemischte Bilanz. Laut vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik ging der Wert der Ausfuhren um 3,6 % zurück. Insgesamt wurden Waren im Wert von 16,2 Milliarden Euro exportiert. Im Gegensatz dazu stiegen die Importe im gleichen Zeitraum um 5,0 % auf 20,6 Milliarden Euro, was auf ein wachsendes Bedarfspotential im Land hinweist.

Die größte Gruppe der Exportziele blieben mit über zwei Dritteln die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, wobei 41,4 % der Exporte in die Eurozone gingen. Besonders auffällig war ein Rückgang der Exporte in die Niederlande (-20,2 %) und nach Frankreich (-4,5 %). Dagegen wuchs die Tschechische Republik als Exportziel um 9,5 %. Außerhalb Europas wuchsen die Exporte in die Vereinigten Staaten (+4,5 %), während die Exporte nach China um 11,2 % zurückgingen.

Bei den Importen dominierte mit weitem Abstand China, aus dem Waren im Wert von 5,3 Milliarden Euro (+46,2 %) bezogen wurden. Die Einfuhren aus Polen, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich stiegen ebenfalls, wobei die Importe aus dem Vereinigten Königreich mit einem Plus von 30,1 % besonders markant waren. Insgesamt stammten 42,1 % der Importe aus EU-Ländern, wobei 26,6 % aus den Euro-Ländern kamen.

Die Veränderungen im Außenhandel spiegeln nicht nur die globalen wirtschaftlichen Umstände wider, sondern auch die zunehmende Vernetzung der Wirtschaft Sachsen-Anhalts mit den internationalen Märkten. Die Ergebnisse verdeutlichen den Bedarf, sich auf die Veränderungen in der globalen Lieferkette und die geopolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre einzustellen.

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