Die Rosa-Luxemburg-Stiftung lädt ein:
Wende-Gespräch mit Roland
Claus, Dr. Frank Eigenfeld, Dr.
Renate Federle und Michael Teske,
Moderation: Prof. Dr. Patrick Wagner (MLU
Halle-Wittenberg)
Mittwoch 20.11. 18.00 Uhr im Puschkinhaus (Spiegelsaal), Kardinal-Albrecht-Straße 6, 06108 Halle
Anlässlich von 30 Jahren „Wende“ werden Ausgangspunkte, Vorstellungen, Ziele, Gestaltungsspielräume und Ereignisse in Halle reflektiert. Akteur*innen und Zeitzeug*innen erinnern sich. Wie waren damals und sind heute die Perspektiven von Bürgerrechtler*innen? Welche Möglichkeiten gab es für Reformkräfte in der SED/PDS? Was war in der Wirtschaft, den Kombinaten und an der Universität zu spüren?
Roland Claus studierte an der TH
Merseburg; er war bis 1989 1. Sekretär der Bezirksleitung Halle der
FDJ; Ende 1989 letzter 1. Sekretär der Bezirksleitung der SED; 1990
bis 1991 Bezirksvorsitzender der PDS Halle; März bis Oktober 1990
Mitglied der Volkskammer; 1990-1998 Mitglied des Landtags von
Sachsen-Anhalt; bis 2017 Mitglied des Bundestags (Fraktion Die
Linke).
Dr. Frank Eigenfeld war 1970-1982 wiss. Assistent am
Geologischen Institut der MLU; Entlassung aus dem Hochschuldienst
wegen Verweigerung, als Ausbilder im ZV-Lager der MLU teilzunehmen;
1982-1990 Hausmeister in der Evangelischen Kirchengemeinde „Am
Gesundbrunnen“ in Halle; 1990 Wiedereinstellung an der Universität;
1992 Rehabilitation und Entschuldigung.
Dr. Renate Federle absolvierte ein Lehrerstudium an
der MLU in den Fächern Sport & Deutsch; 1977 Promotion in der
Sportwissenschaft; ab 1978 dort unbefristete wissenschaftliche
Mitarbeiterin; parteilos; als Kulturobfrau im FDGB gewerkschaftlich
engagiert; nach 1990 über 20 Jahre Mitglied des akademischen Senats
und Vorsitzende des Personalrats der Martin-Luther-Universität.
Michael Teske studierte an der TH Merseburg und
stolperte sehr bald über den Widerspruch zwischen offiziellem
humanem Anspruch des Sozialismus und den Tatsachen; 1989
Jungingenieur bei INEX Leipzig, wo mit sehr unzureichenden Mitteln
versucht wurde die Abgase von Braunkohlekraftwerken zu
reinigen.
One comment on “Rosa-Luxemburg-Stiftung lädt zu Wende-Gespräch ein”
Dabei kann gern ein gerade erschienenes autobiografisches Buch erworben werden, in dem DDR und Nachwende-Zeit ganz persönlich reflektiert sind:
Feliks W. Berger: Bis zum letzten Fackelzug. Mein wahres Leben unterm Zeichen der Sonne und was wir daraus lernen können. Druck & Verlag druck-zuck GmbH Halle 2019. A5, 596 S., mit zahlr. meist farbigen Abbildungen, Broschur, ISBN 978-3-940744-95-1, Preis: 22,00 Euro.
Aus dem Umschlagtext: Geboren 1944. Gelernter DDR-Bürger. Nicht immer angepasst. Weder damals noch heute. Jugend im zwitschernden Gefühl zwischen Distanz zum autoritären Regime und erotischer Faszination. Instrumentalisiert oder fremdgesteuert? Das wird sich zeigen …